Die Zuschauer erlebten am Samstag auf dem Gerbihof ein packendes und sehr spannendes 2. Liga inter-Spiel. Das Heimteam kehrte die Partie gegen die starken Ausserschwyzer mit viel Biss, Willen und nach einem Rückstand zum äusserst wertvollen 2:1-Sieg. Damit halten die Blau-Weissen den Anschluss an die Tabellenspitze.




Die Partie begann auf beiden Seiten äusserst animiert und bereits in der 3. Minute setzte das Heimteam ein erstes Ausrufezeichen: Nach einem schnellen Vorstoss traf Theiler aber nur den Aussenpfosten. Auch in der Folge blieb die Begegnung prickelnd und rasant – denn auf der Gegenseite zwang Knecht Ibachs Keeper Camenzind zur ersten starken Parade (7.). Die Muotadörfler blieben gefährlich und kamen durch Novalic in der 15. Minute zur nächsten Grosschance, als er eine scharfe Hereingabe von Gasser nur um Zentimeter verpasste. Die Gäste aus der Ausserschwyz zeigten sich jedoch als der erwartet starke Gegner und boten den Blau-Weissen jederzeit Paroli. Vor allem über den auffälligen Backa kam die Mattia-Elf immer wieder gefährlich vor das Gehäuse, agierte im Abschluss aber zu wenig effizient. In der 38. Minute brandete in Ibachs toller Fankurve Jubel auf, doch Schiedsrichter Radevic aberkannte ein Tor von Gudelj: Passgeber Novalic stand hauchdünn im Abseits. So ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in den Pausentee.
Turbulente zweite Halbzeit
Der zweite Durchgang startete wie der erste – mit Pech für Ibach. Novalic schlenzte einen Eckball direkt an den Aussenpfosten. Das erste Tor des Tages erzielten dann aber überraschend die Gäste. Rexhepi drosch in der 61. Minute einen Freistoss durch die zu löchrige Ibächler Mauer zum 0:1 in die Ecke. Die Elsener/Bullica-Elf zeigte sich geschockt und zog nun eine Schwächephase ein: Camenzind musste in der 67. Minute gleich zweimal in Extremis klären, um einen höheren Rückstand zu verhindern. Die Muotadörfler bewiesen jedoch Biss und kämpften sich zurück. Nachdem Merdovic (69.) und Theiler (72.) noch denkbar knapp gescheitert waren, fiel in der 76. Minute der verdiente Ausgleich. Gudelj fing einen Angriff der Gäste ab und passte auf Novalic. Dieser lancierte Schlegel mit einem genialen No-Look-Pass in die Tiefe und Ibachs Captain netzte eiskalt zum 1:1 ein. Nun schaltete das Heimteam noch einmal einen Gang höher und liess in der 86. Minute den Gerbihof erbeben: Gudelj verlängerte eine Novalic-Flanke perfekt per Kopf auf den eingewechselten Marinovic zurück, dieser liess sich nicht zwei Mal bitten und haute das Leder zum vielumjubelten 2:1 in die Maschen.
Hitchcock in der Schlussphase
Die Schlussminuten entwickelten sich dann zu einem absoluten Nervenkrimi. Lachen-Altendorf warf alles nach vorne und traf in der 90. Minute durch Radovic tatsächlich per Kopf zum vermeintlichen Ausgleich. Schiedsrichter Radevic annullierte den Treffer jedoch wegen einer Abseitsposition – eine strittige Szene, die man durchaus auch anders hätte entscheiden können. Die Gäste drückten weiter vehement auf den Ausgleich. In der vierten Minute der Nachspielzeit brannte es im Ibächler Strafraum erneut noch einmal lichterloh, doch Camenzind rettete mit einer weiteren mirakulösen Glanztat den knappen, aber am Ende verdienten Heimsieg. Mit diesen wichtigen drei Punkten verschaffen sich die Blau-Weissen in einem Schlüsselspiel weiter Luft und halten den Anschluss an die Tabellenspitze.
Telegramm FC Ibach – FC Lachen/Altendorf 2:1 (0:0)
290 Zuschauer. – SR: Radevic. – Tore: 61. Rexhepi 0:1. 76. Schlegel 1:1. 86. Marinovic 2:1. – FC Ibach: Camenzind; Elia Gasser, Peranovic, Schönenberger, Theiler; Schlegel, Nabaro, Admir Novalic, Reichmuth (66. Gwerder), Merdovic (77. Marinovic); Gudelj (90. Jaun). – FC Lachen/Altendorf: Truniger; Suter (89. Damiani), Friebe, Radovic, Oberholzer; Fritschi, Schuler (75. Gojani), Bislimi, Backa (66. Praino), Knecht; Rexhepi (75. Klincov). – Bemerkungen: FC Ibach ohne Kadrija (gesperrt), Lulzim und Elghandour (beide rekonvaleszent), Noé Gasser und Kündig (beide Militär), Tela und Iadarola (beide 2. Mannschaft). – Verwarnungen: 80. Gojani.





























