Der SK Root hatte dem Hildisrieder SV am Samstagabend kaum etwas entgegenzusetzen und war mit dem 2:6 sogar noch gut bedient.
Von der ersten Sekunde an war klar, in welche Richtung die Partie laufen würde. Hildisrieden setzte das Heimteam massiv unter Druck, provozierte Abwehrfehler und hätte schon nach zwei Minuten 2:0 führen können. Auch in der Folge kam Root mit dem Pressing der Gäste kaum zurecht, verlor fast jeden Zweikampf und schnitzerte zudem auch regelmässig im Spielaufbau. Mit Glück (zweimal traf der HSV nur den Pfosten) hielten sich die Rooter aber lange schadlos. Das änderte sich in der 34. Minute, als die Abwehr des Heimteams im Kollektiv schlecht aussah und durch einen Flachschuss aus 13 Metern ins nahe Eck in Rücklage geriet. Kaum war der Schock verdaut, folgte bereits der nächste Dämpfer. Auch beim 0:2 war die Rooter Gegenwehr eher bescheiden. Das Heimteam steckte aber nicht auf und erzielte kurz vor der Pause praktisch aus dem Nichts den Anschlusstreffer. Ben Meierhans hatte von der Grundlinie geflankt und Luis Pföstl konnte ohne Probleme einnicken.
Damit keimte seitens der Rooter nochmals Hoffnung auf. Doch leider verschlief man auch den Start in die zweite Halbzeit komplett. Nach 80 Sekunden zappelte der Ball zum dritten Mal im Netz, nach 48 Minuten zum vierten Mal. Bei beiden Treffern hatten die Rooter tüchtig mitgeholfen. Mit dem sicheren Sieg vor Augen schaltete der HSV einen Gang runter und beschränkte sich auf die Spielkontrolle, wodurch Root etwas mehr Land sah. Torgefahr konnte man aber nur ganz selten erzeugen. Als Hildisrieden mit einem seltenen Vorstoss auf 1:5 erhöhte, war die Partie entschieden. Doch auch jetzt liessen die Platzherren die Köpfe nicht hängen, kämpften aufopferungsvoll weiter und wurden in der 87. Minute mit dem zweiten Tor belohnt. Senior Gabriel Ranzenberger hatte aus dem Gewühl heraus getroffen. Das 2:6 in der Nachspielzeit auf einen Konter hatte nur noch statistischen Wert.
Unter dem Strich ging das Ergebnis auch in dieser Höhe in Ordnung. Root fand gegen aufsässige, bissige und überaus agile Hildisrieder kein Rezept. Vor der Winterpause wartet auf das Team von Andi Kälin nun noch eine englische Woche. Am Dienstagabend (20.15 Uhr) empfängt man im IFV-Cup-Achtelfinal den Nachbarn FC Perlen-Buchrain (2. Liga), und am Samstag (18.00 Uhr) muss man zum Vorrundenabschluss beim FC Grosswangen-Ettiswil ran.
Telegramm SK Root – Hildisrieder SV 2:6 (1:2)
Unterallmend. 150 Zuschauer.
Root: Meier; Pföstl, Kadric, Schnider, Amport; Zurfluh, Ben Meierhans, Bucheli, Cavegn; Ineichen, Krieger (Michael Christen, Saccomando, Ranzenberger, Milojicic, Stefan Christen).
Tore: 34. HSV 0:1, 39. HSV 0:2, 41. Pföstl 1:2, 47. HSV 1:3, 48. HSV 1:4, 71. HSV 1:5, 87. Ranzenberger 2:5, 92. HSV 2:6.
































