Der FC Wolhusen muss sich in einem intensiven Derby gegen den FC Ruswil II mit einem Punkt begnügen – und das trotz einer engagierten Leistung und einer klaren Druckphase in der Schlussphase. Vor heimischem Publikum erspielten sich die Wolhuser vor allem nach der Pause mehrere gute Möglichkeiten, liessen diese jedoch ungenutzt. So blieb es am Ende bei einem 1:1-Unentschieden, das sich aus Sicht der Gastgeber eher wie zwei verlorene Punkte anfühlt.
Lattenkracher zu Beginn der Partie, Ruswil mit früher Führung
Bereits in der 3. Minute klatschte ein Freistoss von Ruswils Nazar Shevchenko aus rund 20 Metern an die Querlatte. Wolhusen benötigte etwas Zeit, um ins Spiel zu finden, kam dann aber in der 11. Minute zu einer grossen Chance. Nach einer Flanke von Cyrill Marbacher legte Jonas Wicki den Ball per Kopf zurück in den Fünfmeterraum, wo er gefährlich auf der Torlinie liegen blieb – allerdings fehlte ein Wolhuser, der die Situation verwerten konnte. Nur zwei Minuten später folgte die kalte Dusche für die Gastgeber aus Wolhusen. Ein Fehler im Spielaufbau ermöglichte Ruswil viel Platz im Zentrum, den Nazar Shevchenko eiskalt nutzte und mit einem sehenswerten Weitschuss aus über 20 Metern zur 1:0-Führung in die untere rechte Ecke traf.
Wolhusen kann vor der Pause noch reagieren
In einer zerfahrenen ersten Halbzeit mit vielen Unterbrüchen gelang Wolhusen kurz vor der Pause der Ausgleich. Pashk Berisha zeigte in der 39. Minute eine überragende Einzelaktion. Er setzte sich gegen mehrere Ruswiler Gegenspieler im Dribbling durch, spielte mit Michael Stöckli einen einfachen Doppelpass und schloss dann selbst aus 16 Metern präzise zum 1:1 ab.
Gastgeber vergeben aus 11 Metern
Auch nach dem Seitenwechsel kam kaum Spielfluss auf. Viele Unterbrüche und ein unsicher wirkender Schiedsrichter prägten das Geschehen. Nach rund einer Stunde wurde Pedro Zinga im Ruswiler Strafraum regelwidrig gestoppt. Pashk Berisha nahm sich dem zugesprochenen Penalty an, scheiterte jedoch vom Punkt am Ruswiler Torhüter Kevin Seeholzer, der in der linken Ecke parieren konnte.
Siegtreffer will Wolhusen trotz Druckphase nicht gelingen
In der Schlussphase drückte Wolhusen vehement auf den Sieg. Nach 76. Minuten kombinierte sich Wolhusen über rechts gut durch, in der Mitte vergab Elias Koch jedoch aus guter Position. In der 84. Minute konnte auch Dario Marti seine Möglichkeit nicht nutzen – nach einem Gestocher im Ruswiler Strafraum kam er relativ frei zum Abschluss, der jedoch deutlich über dem Gehäuse landete. Eine Minute vor Ablauf der regulären Spielzeit bot sich den Gastgebern nochmals eine hochkarätige Möglichkeit. Nach einer Hereingabe kam Justin Birrer per Kopf zum Abschluss, setzte den Ball jedoch nur an den Aussenpfosten. Somit blieb das erlösende Siegtor für die Wolhuser aus.
Kurioser Platzverweis in der 90. Minute
In der 90. Minute sorgte eine umstrittene Szene nochmals für grosse Aufregung. Nach einer Grätsche von Rafael Lage nahe der Seitenlinie, die weder besonders hart wirkte noch als Notbremse eines letzten Mannes eingeordnet werden konnte, griff der Schiedsrichter überraschend zur roten Karte. Zum grossen Unverständnis der Wolhuser wurde die Aktion als Platzverweis gewertet, obwohl sie keine klare Torchance verhinderte. Der anschliessende Freistoss blieb jedoch harmlos und brachte keine weitere Gefahr ein.
Telegramm 4. Liga FC Wolhusen – FC Ruswil 1:1 (1:1)
Sportplatz: Connection Fussballpark Wolhusen – Tore: 13. 0:1 Nazar Shevchenko, 39. 1:1 Pashk Berisha – Wolhusen: David Wicki, Yanick Koch (Cyrill Dürmüller), Rafael Lage, Adrian Brunner, Cyrill Marbacher (Pedro Zinga), Elias Koch (David Bucher), Pashk Berisha, Jonas Wicki (Valerian Duhanaj), Nicolas Zemp (Justin Birrer), Arian Komani, Michael Stöckli (Dario Marti) – Ruswil II: Kevin Seeholzer, Marco Fellmann, Björn Wolfisberg, Armon Buchmann, Lasse Buchmann, Jan Primus, Raphael Heini, Nico Duss, Livio Marberger, Nils Schmid, Nazar Shevchenko – Bemerkungen: 16. Adrian Brunner (gelb), 33. Marco Fellmann (gelb), 48. Michael Stöckli (gelb), 65. Lasse Buchmann (gelb), 68. Amon Buchmann (gelb), 81. Pedro Zinga (gelb), 90. Rafael Lage (rot).

































