Hildisrieden sichert sich Qualifikation für Aufstiegsspiele

Hildisrieden gewinnt auswärts auf dem Sportplatz Seefeld in Horw (Bild: Hildisrieder SV).

Beim 1:2-Auswärtssieg gegen den FC Horw muss der HSV am Ende zwar noch unnötig zittern, kann sich nach Abpfiff dann aber über die gesicherte Teilnahme and den Aufstiegsspielen freuen.

Die Ausgangslage vor dem Auswärtsspiel des Hildisrieder SV in Horw war simpel: Bei einem HSV-Sieg würde man drei Spiele vor Schluss im schlechtesten Fall neun Punkte vor dem drittplatzierten SC Nebikon liegen. Da Hildisrieden aber deutlich weniger Strafpunkte aufweist, würde dies wohl praktisch der Qualifikation für die Aufstiegsspiele gleichkommen. Sollte der SC Nebikon zusätzlich noch Punkte liegen lassen, wäre der Fall sowieso klar. Selbstverständlich versuchten sich die Hildisrieder nicht allzu sehr in diese Rechnereien zu vertiefen, schliesslich gab es in Horw ja drei Punkte zu gewinnen.

Der Start in die Partie glückte den Hildisriedern dann gut, man übernahm sofort die Spielkontrolle und mehrheitlich den Ballbesitz. Auch versuchte man die Horwer hoch anzugehen, was diese immer wieder dazu verleitete, ihr Glück in hohen Bällen zu suchen. Vorerst stellten diese hohen Bälle die Hildisrieder Abwehr aber nicht wirklich vor Probleme. Selbst war der HSV offensiv auch bemüht, kam zu der ein oder anderen guten Chance. Noch gelang der Führungstreffer aber nicht. Nach rund 20 Minuten hatten die Horwer dann grosses Glück: Bei einem der Gastgeber war der Ball beim Versuch einer Brustannahme im eigenen Sechzehner an den ausgestreckten Arm gesprungen. Die Proteste der Hildisrieder blieben aber ungehört und die Pfeife des Schiedsrichters stumm. Zehn Minuten später hatte der Unparteiische dann allerdings keine andere Wahl, als auf den Punkt zu zeigen. Barmettler hatte sich an der Grundlinie gegen seinen Gegenspieler durchgesetzt, der sich daraufhin genötigt sah, den Hildisrieder niederzuringen. Den fälligen Elfer versenkte Fleischli souverän zur 0:1-Führung für den HSV. Nach dem Gegentor schien der FC Horw etwas von der Rolle, was der HSV sogleich auszunützen vermochte. Wieder war es Barmettler, der sich auf der linken Seite durchsetzen konnte. Seine Flanke wurde am ersten Pfosten von einem Horwer zum 0:2 ins eigene Tor befördert. Bis zur Pause kam dann keine Mannschaft mehr gefährlich vors gegnerische Tor.

Zu Beginn von Halbzeit zwei machte der HSV dort weiter, wo man vor der Pause aufgehört hatte: Man kontrollierte das Spiel, spielte weiterhin nach vorne, suchte vehement den dritten Treffer, der wohl der Entscheidung gleichkäme. Zweimal scheiterte der HSV aber in bester Abschlussposition. Je länger die Partie dauerte, umso mehr liess der HSV dann aber nach. Man verlor schrittweise die Kontrolle und überliess das Spiel phasenweise komplett dem FC Horw. Manch einem Hildisrieder Zuschauer dürfte in dieser Phase die Vorrundenpartie gegen denselben Gegner eingefallen sein, in der man zur Pause 2:0 geführt hatte, nach der Pause drei Hochkaräter liegen liess und am Ende noch 2:2 spielte. Noch hatte der FC Horw aber nicht getroffen. Weiterhin kam das Heimteam nämlich aus dem Spiel heraus kaum zu zwingenden Torchancen und so sah es danach aus, als würde der HSV den Vorsprung diesmal über die Zeit bringen. In der 84. Minute kamen die Gastgeber aber zu einem Eckball. Der Ball wurde an die Strafraumgrenze zurückgespielt, Jakob liess einen Hildisrieder aussteigen und schlenzte den Ball unter den Querbalken. Das 1:2 brachte die Hoffnung auf einen Punktgewinn bei den Gastgebern zurück. Es wurde noch einmal hektisch, der HSV musste noch einige Standardsituationen abwehren, aber dem FC Horw gelang kein Tor mehr. Die Erleichterung beim HSV nach dem Abpfiff war riesig.

Mit dem Sieg hatte der HSV also einen riesigen Schritt Richtung Qualifikation für die Aufstiegsspiele gemacht. Einige Minuten später wurde die HSV-Freude dann sogar noch grösser, der SC Nebikon hatte zuhause gegen den FC Sempach II verloren, was die Teilnahme an den Aufstiegsspielen für den HSV amtlich machte. Es gilt für Hildisrieden nun, diesen Moment kurz zu geniessen und dann den Fokus auf die letzten drei Saisonspiele und die kommenden Aufstiegsspiele zu legen. Das nächste Ziel für den HSV ist natürlich der ersten Tabellenrang, der Vorsprung auf den Zweitplatzierten FC Altbüron-Grossdietwil beträgt weiterhin vier Punkte. Nächsten Samstag trifft der HSV zuhause auf den SC Nebikon. Anpfiff ist um 17:30 Uhr, die Mannschaft freut sich wie immer auf zahlreiche Unterstützung! – Hopp Höudi!

Telegramm 4 Liga, FC Horw II – Hildisrieder SV 1:2 (0:2)
FC Horw II: M. Stocker; Mühlebach, Holliger, Köb, Lötscher; L. Stocker, Kottmann, Vögtli, Schoolkate; Jakob, Wyss (Feer, Pisaturo, Müller, Havel).
Hildisrieder SV: Zumstein; Schmid, S. Ineichen, M. Estermann, Culo; Krieger, Bachmann, Fleischli, M. Hüsler, Barmettler; M. Wicki (Boothe, D’Alessandro, A. Ineichen, Biedermann, Pfister).
Tore: 31. Fleischli 0:1 (P), 33. Köb 0:2 (ET), 84. Jakob 1:2.