Erfolgreicher Cupfinaltag: Drei Pokale für den Küssnachter Nachwuchs

Die Juniorinnen FF-14 9er liessen sich von der Siegesstimmung anstecken (Bild: FC Küssnacht).

Der Donnerstag, 4. Juni, war für die Juniorinnenabteilung des FC Küssnacht ein historischer Tag. Beim IFV-Cupfinaltag in Horw stand der Verein in allen vier Juniorinnen-Kategorien im Endspiel. Unterstützt von zahlreichen mitgereisten FCK-Zuschauern belohnte sich der Nachwuchs für eine starke Cupsaison und nahm drei von vier möglichen Pokalen mit nach Hause.

Zwischen Elfmeterkrimi und Kantersieg
Den sportlichen Auftakt machten um 11:00 Uhr die Juniorinnen FF-17 gegen den langjährigen Erzrivalen FC Baar. In einem engen und von viel Taktik geprägten Prestige-Duell schenkten sich beide Teams auf dem Horwer Rasen wenig Raum. Nach der regulären Spielzeit von 90 Minuten stand es nach einem intensiven Spiel 0:0. Da im Juniorinnenbereich das Reglement keine Verlängerung vorsieht, musste die Entscheidung direkt im Elfmeterschiessen fallen. Hier bewies Küssnacht trotz eines zwischenzeitlichen Rückstands Nervenstärke, behielt den Fokus und sicherte sich mit einem 4:3-Erfolg den prestigeträchtigen Titel in der ältesten Juniorinnenkategorie.

Fast zeitgleich um 11:30 Uhr pfiffen die Schiedsrichter die Partie der Juniorinnen FF-11 gegen Zug 94 an. Die jüngsten FCK-Akteurinnen starteten spürbar nervös in die Partie und mussten erst ihren Rhythmus finden. Doch als der Knoten mit dem ersten Treffer einmal geplatzt war, trat der klassische Ketchup-Effekt ein: Die Mannschaft kam richtig ins Rollen. Mit einer geschlossenen Teamleistung und schön herausgespielten Toren setzte sich das Team gegen Zug 94 schlussendlich deutlich mit 8:2 durch und durften als erste Küssnachterinnen an diesem Tag den Pokal in den Horwer Himmel stemmen.

Motivationsschub auf dem Nebenplatz
Diese beiden frühen Erfolge blieben auf der Sportanlage natürlich nicht ungehört. Die Juniorinnen FF-14/9 absolvierten gerade ihr Aufwärmprogramm auf dem Nebenplatz, als drüben der lautstarke Jubel der FF-17 über den Platz hallte. Mit dem Wissen, dass bereits zwei Titel gesichert waren, startete das Team hochmotiviert in das Finale gegen die SG Root/Ebikon. Küssnacht kontrollierte das Spiel zwar über weite Strecken, verpasste es vorerst aber, die Partie frühzeitig zu entscheiden – so stand es nach drei Vierteln immer noch 1:1. Im Schlussviertel machten die Küssnachterinnen dann aber alles klar, setzten sich dank einer starken Offensivphase mit 6:1 durch und machten den dritten Cupsieg perfekt.

Nach einer guten Stunde Pause folgte um 16:30 Uhr das vierte und letzte Finale für die Juniorinnen FF-14/7. Das Wetter schlug allerdings schon vor dem Anpfiff um: Der Himmel verdunkelte sich, es begann stark zu regnen und ein kräftiger Wind kam auf, wobei die Böen teils stärker, teils schwächer über den Platz fegten. Mit dem Wetterumsturz wurde es auch spürbar kälter auf der Anlage. Unter diesen garstigen Bedingungen zeigten die Küssnachterinnen viel Kampfgeist und gingen zunächst mit 2:0 in Führung. Am Ende eines langen und kräftezehrenden Tages schwanden jedoch die Kräfte, und das Team musste sich schliesslich mit 3:6 geschlagen geben.

Stolz auf eine aussergewöhnliche Gesamtleistung
Auch wenn das letzte Spiel nicht nach Wunsch endete, überwog am Abend bei den Spielerinnen, dem Trainerstaff und den Fans der Stolz. Drei Titel aus vier Finals an einem einzigen Tag zu erreichen, zeigt die gute Entwicklung in der gesamten Küssnachter Juniorinnenabteilung. Dieser Tag in Horw wird allen Beteiligten sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.