Spielabbruch Emmen gegen Rotkreuz

Nighttime soccer match with players in red and white; a group clusters around a fallen teammate on the green field.
Nach dem Zusammenprall bleiben zuerst beide Spieler liegen (Bild: Ruth Carbone)
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Die Auswärtspartie des FC Rotkreuz beim SC Emmen wurde nach einer langen Unterbrechung in der Nachspielzeit beim Stand von 2:0 für die Gastgeber abgebrochen. Auslöser war eine vermutete schwere Verletzung des Rotkreuzer Angreifers Mac Filirel Pouomo, wie die Luzerner Zeitung berichtet.

Aktualisiert am 26. August 2026 umd 22:00 Uhr

Sportlich hatte sich der SC Emmen bereits in der ersten Halbzeit eine komfortable Ausgangslage geschaffen. Diego Martin brachte die Gastgeber in der 23. Minute mit 1:0 in Führung, ehe Marco Macolino nur fünf Minuten später mittels Penalty auf 2:0 erhöhte. Mit diesem Resultat gingen die Teams auch in die Pause.

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Die entscheidende Szene des Abends ereignete sich in der 73. Minute. Gemäss Luzerner Zeitung lief Rotkreuz-Stürmer Mac Filirel Pouomo alleine auf das Tor der Emmer zu. Emmen-Goalie Kevin Zemp verliess seinen Strafraum und stoppte den Angreifer mit einem Foulspiel. Der Torhüter traf Pouomo ausserhalb des Strafraums den Gegner mit seinen Beinen und wurde vom Schiedsrichter anschliessend mit einer roten Karte des Feldes verwiesen.

Während Zemp die Rote Karte sah, blieb Pouomo mit sichtbaren Schmerzen am Boden liegen. Die Situation erwies sich als derart schwerwiegend, dass medizinische Hilfe beigezogen werden musste. Die Partie wurde umgehend unterbrochen und konnte in der Folge nicht mehr fortgesetzt werden.

Wie die Luzerner Zeitung weiter berichtet, bestand zunächst der Verdacht auf einen Oberschenkelhalsbruch. Entsprechend gross war die Sorge auf und neben dem Platz. Erst nach Untersuchungen im Spital stellte sich heraus, dass sich Pouomo stattdessen eine starke Prellung zugezogen hatte. Immerhin eine erleichternde Nachricht für den FC Rotkreuz: Der Spieler konnte das Spital bereits am Samstag wieder verlassen.

Zwischen der Roten Karte in der 73. Minute und dem definitiven Spielabbruch in der 93. Minute blieb die Begegnung vollständig unterbrochen. Der Zwischenstand von 2:0 für den SC Emmen hatte während rund 20 Minuten Bestand, ohne dass weitergespielt wurde. Die Stimmung auf dem Feld war geprägt von Unsicherheit und Betroffenheit. Gemäss Aussagen von Verantwortlichen des FC Rotkreuz standen viele Akteure nach dem Vorfall unter Schock.

Der Schiedsrichter Florian Shoshi entschied schliesslich, die Partie abzubrechen. Laut den Verantwortlichen des SC Emmen habe ihr Captain zu keine Zeitpunkt eingewilligt die Partie zu unterbrechen bzw. abzubrechen. Für den FC Rotkreuz kam nach Rücksprache mit den Teamverantwortlichen eine Fortsetzung nicht mehr infrage. Zudem wurde Teammanager René von Euw während der Unterbrechung wegen unerlaubten Betretens des Spielfelds ebenfalls mit Rot des Feldes verwiesen.

Wie die Luzerner Zeitung weiter schreibt, ist die Wertung der Begegnung noch offen. Über das weitere Vorgehen wird die Strafkommission des Innerschweizer Fussballverbandes entscheiden.