S’Drüü grüsst nach der Vorrunde weiter von der Tabellenspitze der 5. Liga Gruppe 5 und sichert sich verdient den Wintermeistertitel. Im Göp-Sechzehntelfinal lieferte sich das Team mit dem ambitionierten 4.-Liga-Absteiger Blau Weiss Zug einen Fight, der erst nach 120 intensiven Minuten und einem 2:2 in der Verlängerung im Elfmeterschiessen entschieden wurde – knapp und bitter verloren. Nach diesem Cup-Out folgten mit den Auswärtsniederlagen in Gunzwil und Eich zwei Rückschläge, dazwischen aber auch ein überzeugender 3:2-Heimsieg gegen Horw. Mit 7 Siegen aus 9 Partien und 2 Punkten Vorsprung auf die Verfolgergruppe geht s’Drüü verdient als Wintermeister in die Winterpause.
FC Eschenbach III – Hildisrieder SV
3:0 Sieg, erneut kurzfristiges Forfait, es nervt.
Blau Weiss Zug – FC Eschenbach III
Das YouTube-Live-Spiel im 5. Liga Cup 1/16 Final: Blau Weiss Zug als 4. Liga Absteiger und ambitionierte Spitzenmannschaft aus der Gruppe 1 gegen s’Drüü, Tabellenführer mit dem Punktemaximum aus der Gruppe 5. Alles angerichtet für einen spannenden Cup-Fight auf dem Herti Plastik.
Wahrscheinlich nervös und imponiert zugleich vom ersten live gestreamten Fussballkick überliess das Drüü die Startphase vollständig den Zuger. Es dauerte einige Minuten, bis auch das Drüü in der Partie angekommen ist und sich vermehrt in der gegnerischen Platzhälfte festsetzen konnte. Daraus entwickelte sich ein ofener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Bombers Abschluss in der 45’ klärte der Torwart reaktionsschnell zur Ecke. Der daraufolgende Eckball segelte durch den Sechzehner bis zu Chris’ Oberschenkel und dann Jubel auf Eschenbacher Seite, drin das Ding. Oder doch nicht? Der Schiri will den Ball nicht hinter der Linie gesehen haben. Im modernen Fussball hätte hier wohl die Schiriuhr geblinkt, oder der Gang zum ominösen Monitor wäre in Betracht gezogen worden. Bei uns aber hat die Schiri-Entscheidung noch Gewicht und so geht es mit 0:0 in die Pause.
Nach dem Pausentee ging es intensiv weiter. Die Zuger trefen nach einem Eckball per Kopf zur 1:0 Führung. S’Drüü wusste dagegen zu halten und Honda glich das Spiel in der 77’ mit einem lang gezogenen Freistoss wieder aus. Die gefährlichen und schnell vorgetragenen Angrife vom Heimteam wurden kompromisslos und mit vollem Einsatz von der Verteidigungsreihe zunichte gemacht. Hervor sticht hier ein Monster-Tackling unserer Nummer 58 in der 79. Minute, das wohl so in keinem Best-of-Video eines Super-League-Verteidigers zu finden ist. So steht es nach 90’ 1:1 und 30 Extraminuten müssen dieses umkämpfte, intensive Spiel entscheiden.
Die Kadenz bleibt auch in der Verlängerung hoch. Beide Teams suchen die Entscheidung. Nach 100 Minuten und einem zu kurz geratenen Rückpass kann ein Zuger Stürmer alleine auf Lämmli ziehen und zum 2:1 erhöhen. Aufgeben war keine Option und das Drüü drückte in der Folge auf den Ausgleich, scheiterte aber ein ums andere Mal am starken Zuger Schlussmann. 113. Minute, Freistoss aus rund 22 Metern. Chris setzt sich den Ball. Über die Mauer, links oben in die Maschen. 2:2, Ausgleich, Ekstase. Viel mehr kommt nicht mehr dazu und die Penalty-Lotterie muss dieses Cup-Duell entscheiden. Zug beginnt, 3:2, Chris gleicht aus 3:3. Zug erhöht 4:3, Noah in den Zuger Nachthimmel. Lämmli hält, Marti gleicht aus 4:4. Lämmli hält wieder!!! JJ scheitert an der Latte, Zug erhöht via doppelter Lattenunterkante, Bomber gleicht aus 5:5. Zug erhöht, Sascha scheitert 6:5. Wir sind raus. Tut weh, so bitter.
FC Gunzwil – FC Eschenbach III
Nur 2 Tage nach 120 Minuten Cupfight steht das Meisterschaftsauswärtsspiel in Gunzwil an. Nasskalter Oktoberabend, eher Kuhweide als Fussballplatz, schwere Beine, einige Blessuren und so lässt sich dann auch das Spiel beschreiben. Träger und schwerfälliger Start, auf beiden Seiten eher bescheidene Fussballkunst. Folgerichtig steht’s 0:0 zur Halbzeit. Nach der Pause ein ähnliches Bild der Gelben, der Motor sprang heute einfach nie richtig an. So führt Gunzwil auf einmal irgendwie mit 2:0. Silvan verkürzt kurz vor Schluss zwar noch auf 2:1, ein zweites Mal wollte der Ball dann aber nicht mehr rein. Das war nicht unsere Woche.
FC Eschenbach III – FC Horw
Endlich wieder Heimspiel! Mit Horw kommt der nächste Verfolger aufs Weiherhus und das Drüü will nach den beiden Niederlagen in der letzten Woche unbedingt eine Reaktion zeigen.
S’Drüü kontrollierte die Startphase mit viel Ballbesitz, Horw zeigte sich aber auch agil und Lämmli hält mit einer Glanzparade die 0 hinten. Nach etwas mehr als einer halben Stunde findet die Ecke von Bomber den Kopf von Chris, 1:0! Drei Zeigerumdrehungen später dasselbe Bild, die Ecke findet wieder Chris’ Kopf 2:0. Horw verkürzt sehenswert aus 25 Metern. Vor der Pause kommt Chris fast zum lumpenreinen Hattrick, der Pfosten verwehrt uns aber das 3:1 und eine Kiste Bier. So geht es mit der knappen Führung in die Pause.
S’Drüü startet besser in die 2. Halbzeit. Honda profitiert von einem Fehler des Horwer Schlussmanns und schiebt nach einer Stunde zum 3:1 ein. Das Spiel bleibt daraufhin weiter in den Händen vom Drüü. Daran ändert auch der erneute Anschlusstrefer in den Schlussminuten nichts. Die 3 Punkte bleiben verdient zu Hause.
SC Eich – FC Eschenbach III
Im letzten Vorrundenspiel lief’s leider nicht mehr wirklich: Viele falsche Entscheidungen, Ungenauigkeiten und individuelle Fehler zogen sich durch die 90 Minuten der Gelben. Wir fangen uns früh 2 Eckball-Kopfballtore, Roger bringt uns vor der Pause mit einem direkt verwandelten Freistoss wieder ran.
Unmittelbar nach dem Pausentee kollektiver Tiefschlaf und eine 40-Meter-Bogenlampe der Gastgeber findet den Weg ins Tor. Nochmals ein Eckball-Gegentor, das darf doch nicht wahr sein, wir liegen 4:1 zurück. Der gelernte Torverhinderer Lämmli zwingt in der 84. Minute den Eicher Schlussmann nach einem lehrbuchmässigen Torwart-Pressing zu einem Fehler und verkürzt auf 4:2. Auf einmal ist Feuer auf dem Brand. Powerplay-mässig drücken wir auf das dritte Tor, eines der gefühlt 100 Eicher Beine hatte aber etwas dagegen und so bleibt es beim 4:2 Schlussresultat.
Trotz diesem unzufriedenen Abschluss dürfen wir die Vorrunde als gelungen betrachten. Wir stehen nach 9 Partien und 7 Siegen an der Spitze der Gruppe und nehmen 2 Punkte Vorsprung auf die Verfolgergruppe mit in die Winterpause. Den aufmerksamen Lesern sind aber sicher auch einige Defizite aufgefallen: Viel zu viele Gegentoren nach Eckbällen, bescheidene Torausbeute von den Angreifern und in entscheidenden Momenten zu wenig Cleverness zogen sich durch den Herbst. Es gibt sicher genug Punkte, um weiterzuarbeiten, dann kommen wir im Frühling noch stärker zurück.
Herzlichen Dank unseren treuen Supportern vom Spielfeldrand, wir freuen uns auf weitere Fussballfeste nach dem Jahreswechsel!

































