
Bei hochsommerlichen Temperaturen von rund 30 Grad stand für den FC Ruswil das letzte Aufstiegsspiel an. Nur mit einem sehr hohen Sieg hätte die Mannschaft die letzte Chance auf den Aufstieg wahren können. Für den FC Altdorf hingegen ging es tabellarisch um nichts mehr. Trotzdem entwickelte sich eine unterhaltsame und torreiche Partie, die mit einem spektakulären 4:4-Unentschieden endete.
Altdorf startet druckvoll
Die Gastgeber erwischten den besseren Start und kamen bereits in der Anfangsphase zu drei Eckbällen, mit denen sie die Müller/Sidler-Elf unter Druck setzten. In der 21. Minute bewahrte Ruswil-Keeper Nando Heller seine Mannschaft mit einer starken Parade vor einem frühen Rückstand. Nur zwei Minuten später war jedoch auch er geschlagen. Altdorf nutzte eine Unachtsamkeit in der Defensive und ging in der 22. Minute durch Rafael Frater mit 1:0 in Führung.
Ruswil antwortet – Altdorf schlägt zurück
Der FC Ruswil zeigte Charakter und fand zunehmend besser ins Spiel. In der 29. Minute gelang Enrico Albisser der Ausgleich zum 1:1. Doch die Freude währte nur kurz. Nach einem Fehler der Hintermannschaft von Ruswil konnte Altdorf in der 36. Minute erneut vorlegen und auf 2:1 stellen. Kurz vor der Pause folgte der nächste Rückschlag: Nach einem Kopfball von Fabian Nickel erhöhte Altdorf in der 45. Minute auf 3:1. Mit diesem Resultat ging es in die Halbzeitpause.
Starke Moral nach dem Seitenwechsel
Trotz des Zweitore-Rückstands gab sich Ruswil nicht geschlagen. In der 60. Minute brachte Ben Muff seine Farben mit dem Treffer zum 2:3 wieder zurück ins Spiel. Ruswil erhöhte den Druck und wurde belohnt: In der 76. Minute traf Yaron Grüter zum vielumjubelten 3:3-Ausgleich. Das Spiel blieb offen und Altdorf schlug erneut zurück. In der 82. Minute erzielte Rafael Frater das 4:3 für die Gastgeber und schien damit den Siegtreffer erzielt zu haben. Doch Ruswil bewies einmal mehr Moral. In der Schlussphase war es Lars Groenendijk mit seinem 80. Tor für den FC Ruswil der zum 4:4 ausglich und den Endstand sicherstellte.
Saisonziel übertroffen und emotionale Verabschiedungen
Auch wenn der für den Aufstieg notwendige Kantersieg ausblieb, zeigte der FC Ruswil im letzten Entscheidungsspiel nochmals eine beeindruckende Reaktion auf mehrere Rückschläge. Nach einem 1:3-Pausenrückstand kämpfte sich die Mannschaft zurück und verdiente sich einen Punkt. Mit dem 3. Platz in den Aufstiegsspielen schliesst der FC Ruswil die Aufstiegsspiele auf einem hervorragenden Rang ab. Die Mannschaft, der Trainerstaff und der gesamte Verein kann stolz auf ihre Leistungen während der gesamten Saison und Aufstiegskampagne zurückblicken.
Schweren Herzens muss sich der FC Ruswil von verdienten Spielern und Staff-Mitgliedern verabschieden. Nachdem bereits in der laufenden Spielzeit vier Schlüsselspieler den FC Ruswil verlassen haben, folgen weitere sieben Leistungsträger und beenden entweder ihre Aktivkarriere oder schliessen sich höher dotierten Mannschaften an. Der FC Ruswil bedankt sich bei Tim Steffen, Simon Schäfer, Lars Groenendjik, Enrico Albisser, Luca Reichmuth, Simon Hofstetter und Sascha Matter für ihren vorbildlichen Einsatz, ihr Herzblut für die Vereinsfarben und wünscht ihnen für ihre sportliche und private Zukunft nur das Beste. Mit Hebi Müller (Coach), Nicolas Sidler (Coach) und Loris Zinniker (Physio) verabschiedet der FC Ruswil weitere Schlüsselpersonen der ersten Mannschaft und bedankt sich bei ihnen für ihre geschätzte Arbeit und die unzähligen geleistete Stunden zum Wohle des Vereins.
Telegramm 3. Liga Aufstiegsspiele: FC Altdorf – FC Ruswil 4:4 (3:1)
Tore: 22. Frater 1:0, 29. Enrico Albisser 1:1, 34. Fabian Nickel 2:1, 45. Fabian Nickel 3:1, 60. Muff 3:2, 76. Grüter 3:3, 82. Frater 4:3, 86. Groenendijk 4:4
Altdorf: Dittli, Michael Baumann, Tobias Nickel, Dario Zgraggen, Rutishauser, Silvan Baumann, Noel Arnold, Pirmin Baumann, Lars Zgraggen, Frater, Fabian Nickel (Nini Arnold, Luca Arnold, Samuel Baumann, Herger, Bissig, Ukaj)
Ruswil: Heller, Bachmann, Spaar, Bucher, Hofstetter, Muff, Steffen, Duss, Enrico Albisser, Ly, Groenendijk (Matter, Primus, Schnider, Reichmuth, Grüter, Remo Albisser).




























