Engelberger SC: Dank Willensleistung zum Heimsieg!

Engelberg brachte die Führung am Ende über die Zeit (Bild: Engelberger SC).

Grosse Erleichterung beim ESC nach dem 3:2 Heimsieg gegen Horw! Endlich durfte die Mannschaft wieder ein Erfolgserlebnis feiern.

Für den ESC Engelberg waren die vergangenen Wochen eine echte Challenge. Einerseits konnte das Team seit Mitte der Vorrunde aus verschiedenen Gründen teilweise nur mit sieben bis neun Spielern trainieren. Andererseits hätte man mit den vielen verletzten Akteuren locker eine zweite Mannschaft stellen können. Dennoch – und das muss an dieser Stelle deutlich unterstrichen werden – konnte sich niemand etwas vorwerfen lassen: Die Moral und die Einsatzbereitschaft passten Woche für Woche. Was fehlte, war schlicht das sportliche Erfolgserlebnis. Immerhin lichteten sich zuletzt die medizinischen Baustellen wieder etwas.

Mit einer taktischen Umstellung wollte der ESC den Gegner überraschen, und das gelang zu Beginn der Sonntagspartie hervorragend. Horw bekundete grosse Mühe, um ins Spiel zu finden, während Engelberg die Gäste zu vielen Fehlern zwang. Selten hatte ein FCH-Spieler Zeit, den Ball in Ruhe zu kontrollieren. Nach 12 Minuten lancierte Imboden den freistehenden Matter auf Höhe der Mittellinie, der das Leder mit der Hacke direkt zu Milicevic weiterleitete. Milicevic gewann das entscheidende Duell, sodass Parodi von einem Sololauf über 40 Meter profitierte und den Ball souverän zur 1:0 Führung versenkte. Traumstart für den ESC. Auf der Gegenseite kam Horw durch Krause zu einer aussichtsreichen Möglichkeit, doch Imboden grätschte im letzten Moment dazwischen. Die anschliessende Ecke blieb harmlos.

In der Folge neutralisierten sich beide Teams primär im Mittelfeld. Während Horw mit langen Bällen in die Tiefe versuchte, die Abwehrreihen des ESC zu überspielen, setzten die Engelberger bei Ballbesitz auf ein blitzschnelles Umschaltspiel. Eine perfekte Flanke von Matter erreichte in der 19. Minute den völlig freistehenden Milicevic, der jedoch zu wenig Druck hinter seinen Kopfball brachte. Nach rund 25 Minuten erhöhte Kaufmann an der Strafraumgrenze mit einer herrlichen Drehung auf 2:0. Nur 30 Sekunden später leitete Matter nach einem weiten Einwurf von Ribeiro den Ball per Finte zu Parodi weiter, der erneut den Turbo zündete. Mit einem Flachschuss ins kurze Eck erwischte er FCH-Keeper Stocker zum 3:0. Der ESC erspielte sich danach weitere Grosschancen, agierte vor dem Tor aber oft zu verspielt und kompliziert. Ein vierter Treffer vor dem Seitenwechsel hätte wohl die Vorentscheidung bedeutet. So ging es mit einer komfortablen 3:0 Führung in die Kabine.

Nach der Pause gab sich Horw nicht geschlagen. Die Mannschaft von Trainer Lang besitzt viel Qualität, und so kam es nicht überraschend, dass die Gäste noch einmal alles versuchten, um den Anschluss zu erzwingen. Beim ESC liessen nach der kräftezehrenden ersten Halbzeit die Kräfte nach, was auch eine Folge der verletzungsbedingt fehlenden Trainingseinheiten bei einigen Spielern war, die noch nicht 100 % aufweisen. Die Luzerner übernahmen fortan das Spieldiktat. ESC-Torhüter Zumbühl, der sich seit Wochen in bestechender Form präsentiert, verhinderte mit starken Paraden vorerst einen Gegentreffer. Auf der Gegenseite verpasste Milicevic das 4:1 nur knapp, als ihm beim Querpass von Matter in den Fünfmeterraum lediglich ein paar Zentimeter fehlten.

Kurz darauf preschte Christen mit vollem Einsatz in den Strafraum, zögerte aber bei der Schussabgabe einen Moment zu lange, sodass FCH-Verteidiger Vögtli den Schuss blocken konnte. Genau in dieser Phase, als der ESC den Sack hätte zumachen können, keimte bei den Gästen neue Hoffnung auf. Moos verwertete eine perfekt getimte Hereingabe zum Anschlusstreffer. In der 75. Minute rutschte Planzer in einem Laufduell im Strafraum aus, woraufhin der clevere Horwer Stürmer die Situation dankend annahm und ebenfalls fiel. Penalty! Ein klarer Fehlentscheid. Hätte es einen VAR gegeben, wäre dieser sicher interveniert. Das 3:2 brachte noch einmal reichlich Hektik in die Schlussphase. Mit vereinten Kräften und den allerletzten Energiereserven rettete der ESC den Vorsprung aber über die Zeit.

Fazit: Der ESC überzeugte in der ersten Halbzeit, Horw gehörte ganz klar die zweite. Über das gesamte Spiel gesehen ist der Heimsieg jedoch verdient und kommt ebenso zur richtigen Zeit.

Telegramm 4. Liga Engelberger SC – FC Horw II 3:2 (3:0)
Sportplatz Wyden – 70 Zuschauende
Engelberger SC: Zumbühl; Christen, Ribeiro, Imboden, M. Kaufmann, Brimelow, Parodi, R. Kaufmann, M. Matter, Milicevic, T. Matter (Ruiz, Dinkel, Planzer, Davidovic)
FC Horw: Stocker; Zesiger, Feer, Kurmann, Lötscher, Kottmann, Jakob, Vögtli, Wyss, Krause, Moos (Mühlebach, Köb, Herger, Kaufmann, Stocker, Havel)