Die Urnerinnen hatten zum Abschluss der Herbstrunde noch ein Mammut-Programm zu absolvieren. Innerhalb von sieben Tagen stand die Equipe von Fabrice Arnold gleich dreimal im Einsatz. Der Auftakt in die englische Woche folgte am Sonntag, 18. Oktober beim Auswärtsspiel gegen den FC Baar II.
Die Gäste aus dem Urnerland übernahmen sofort das Zepter und erspielten sich erste Abschlussmöglichkeiten, die allerdings nicht in Tore umgemünzt werden konnten. Doch bereits in der 7. Minute durfte die Auswärtsequipe erstmals jubeln. Nach einem Eckball von Anita Arnold köpfte Nevia Toggenburger zum 0:1 ein. Wenige Zeigerumdrehungen später konnte sich Julie Gisler auf dem rechten Flügel durchtanken und spielte einen scharfen Ball Richtung Fünferraum. Eine Spielerin der Baarerinnen bugsierte die scharfe Hereingabe unglücklich ins eigene Gehäuse – 0:2. Daraufhin flachte das Geschehen ein wenig ab. Die Gäste machten sich das Leben unnötig schwer. Sie spielten zu kompliziert. Am Spielstand sollte sich vorerst nichts mehr ändern. Mit einem 0:2 ging es in die wohlverdiente Halbzeitpause.
In der Startphase des zweiten Durchgangs agierten die Urnerinnen wieder deutlich abgeklärter und zeigten herrliche Passkombinationen. In der 48. Minute schloss Julie Gisler eine ansehnliche Ballstafette gekonnt ab und traf zum 0:3. Das Auswärtsteam hatte seinen Torhunger noch nicht gestillt. In der 71. Minute erhöhte Nadine Scheiber nach mustergültiger Vorarbeit von Lea Deplazes zum 0:4. Wenige Minuten später traf Svenja Arnold nach Zuspiel von Nadine Scheiber zum 0:5. In der Schlussphase drängten die Baarerinnen auf den Ehrentreffer. Aber das Team Uri liess nichts mehr anbrennen. Somit resultierte ein diskussionsloser 5:0-Auswärtssieg. Einziges Verbesserungspotential: Die Effizienz im Abschluss.
Zwei Tage nach dem überzeugenden Auftritt gegen den FC Baar II gastierten die Urnerinnen zum Cup-Achtelfinale in Goldau. Das Team Uri wollte ihre Gegnerinnen nicht unterschätzen, obwohl die beiden Equipen zwei Ligen voneinander trennt. Mit einem konzentrierten Auftritt wollten sich die Gäste das Ticket fürs Viertelfinale sichern. Gesagt getan: Nach 120 Sekunden schoss Julie Gisler ihre Farben in Front und traf zum 0:1. Wenige Minuten später erhöhte Eliane Furger nach einem Corner per Kopf zum 0:2. Was für ein Auftakt der Gäste! Aber es kam noch besser. In der 8. Minute erzielte Svenja Arnold mit einem wunderschönen Distanzschuss das 0:3. Eine Minute später durften die Urnerinnen erneut jubeln. Nach mustergültiger Vorarbeit von Julie Gisler traf Nadine Scheiber zum 0:4.
In der 14. Minute war es erneut Julie Gisler, die sich am Flügel durchsetzen konnte und gekonnt in den Strafraum spielte. Dort verwertete Nadine Scheiber eiskalt zum 0:5. Der Sturmlauf des Team Uri war noch nicht vorbei. In der 22. Minute wurde Eliane Furger mit einem weiten Zuspiel auf die Reise geschickt. Die Mittelfeldspielerin enteilte der Abwehrreihe der Goldauerinnen und skorte zum 0:6. In der 26. Minute kam es nach einem Eckball von Svenja Arnold zu einem Tohuwabohu im Sechzehner der Schwyzerinnen. Anita Arnold reagierte am schnellsten und erhöhte auf 0:7. Was für ein Auftritt der Urnerinnen! Sie liessen dem Heimteam nicht den Hauch einer Chance. Daraufhin schalteten die Gäste einige Gänge zurück. Zur Pause stand es 0:7.
Zu Beginn des zweiten Abschnitts bekundete die Auswärtsequipe ein wenig Mühe wieder in die Gänge zu kommen. Im Gegensatz zur ersten Halbzeit ging nicht mehr alles auf. Die Goldauerinnen wurden nun stärker – ohne dabei gefährliche Torchancen erspielen zu können. Den Schlusspunkt setze Anita Arnold in der 84. Minute. Die defensive Mittelfeldspielerin traf mit einem herrlichen Freistoss aus zwanzig Metern zum 0:8-Endergebnis. Somit steht das Team Uri verdient im Viertelfinale!
Vier Tage nach dem fulminanten Auftritt im Cup-Achtelfinale stand das Team Uri erneut im Einsatz. Beim letzten Pflichtspiel im Kalenderjahr 2026 traf die Equipe von Trainer Fabrice Arnold zu Hause auf Rottal Malters. Das Heimteam wollte die englische Woche mit einem weiteren Erfolgserlebnis abschliessen und sich mit einem Vollerfolg in die lange Winterpause verabschieden. Die Hausherrinnen starteten gut in die Partie. Sie konnten mehr Ballbesitz verzeichnen und hatten das Geschehen unter Kontrolle. Doch ein schneller Konter der Gäste führte zum überraschenden 0:1. Doch die Gastgeberinnen liessen sich von diesem Gegentreffer nicht beirren. Im Gegenteil: Die Urnerinnen spielten so weiter als wäre nichts passiert und machten über die Flügel ordentlich Druck.
In der 25. Minute belohnte sich das Heimteam für ihren starken Auftritt. Svenja Arnold gelang der verdiente 1:1-Ausgleichstreffer. Nach einer guten halben Stunde gingen die Urnerinnen erstmals in Führung. Aussenverteidigerin Jasmin Müller enteilte den Luzernerinnen und zog aus sechzehn Metern ab. Die Torhüterin der Gäste konnte das Geschoss zwar parieren, aber gegen den Rebound von Nadine Scheiber war sie machtlos. 2:1 für das Team Uri! Wenige Zeigerumdrehungen später erhöhten die Hausherrinnen auf 3:1. Nach herrlicher Vorarbeit von Tamara Eller traf Nadine Scheiber gekonnt in die Maschen. Unmittelbar vor dem Pausentee durften die Urnerinnen erneut jubeln. Tamara Eller konnte sich erneut am rechten Flügel durchtanken und spielte mustergültig in den Fünferraum. Dort zog Julie Gisler gedankenschnell ab. Die Keeperin der Luzernerinnen parierte reflexstark, aber der Nachschuss von Anita Arnold landete im Netz. Somit stand es nach 45 Minuten 4:1 für die Gastgeberinnen.
Zu Beginn des zweiten Durchgangs neutralisierten sich die beiden Equipen weitgehend. Torchancen blieben Mangelware. In der 56. Minute wurde den Gästen ein Strafstoss zugesprochen, welcher die Luzernerinnen abgebrüht zum 4:2 verwerten konnten. Danach kontrollierte das Heimteam das Geschehen und liess sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Mit einem 4:2-Heimsieg schlossen die Urnerinnen die englische Woche perfekt ab. 3 Spiele: 3 Siege! Was will man mehr? Die Vorrunde verlief sehr positiv. Das Team Uri musste sich bloss einmal geschlagen geben und überwintert souverän auf dem 2. Platz. Die Spielerinnen haben sich die Winterpause redlich verdient.





























