Der FC Gunzwil scheidet nach einer vor allem in der 1. Halbzeit bescheidenen Leistung auswärts im Cup beim FC Schattdorf aus. Die 4:2-Niederlage ist unter dem Strich trotz einer Leistungssteigerung im 2. Umgang verdient. Nun heisst es Mund abwischen und den Fokus auf den Vorrundenabschluss in Emmenbrücke legen.
Knapper Pausenrückstand schmeichelhaft für Gunzwil
Bei idealen Fussballbedingungen und vor einer schönen Kulisse erwischte Schattdorf den besseren Start in die Partie und ging bereits in der 6. Minute nach einer Standardsituation und dem guten Riecher von Andri Baumann in Führung. In der 11. Minute hatte Gunzwil eine erste, sehr zaghafte Annäherung ans Gästetor zu verzeichnen, aber dies als ganze Chance zu werten wäre falsch. In der 12. Minute stand es dann auch schon 2:0, nachdem Zgraggen über den rechten Flügel beinahe schon schalten und walten konnte, wie er wollte. Die Michelsämter waren in der Startviertelstunde völlig von der Rolle und am Spiel der Gäste änderte sich auch fortan nichts. Viele Fehlpässe im Spielaufbau, mangelndes Zweikampfverhalten und oftmals den «Schritt zu spät», es kam einiges zusammen in dieser Phase bei den Gästen. In der 31. Minute kam dann Gunzwil zum Anschlusstor wie die Jungfrau zum Kind. Ein Treffer durch Koch wirklich aus dem Nichts, aber die Michelsämter nahmen es dankend an. Wer nun hoffte, dass es besser wird, wurde brutal enttäuscht. Bis zur Pause kam Schattdorf noch zu zwei, drei weiteren Möglichkeiten, wobei mindestens einmal Bieler mit einer Glanzparade einen höheren Rückstand verhindern konnte. Der knappe Pausenrückstand war neben dem Tor das Beste aus Gunzwiler Sicht und man durfte weiterhin hoffen zurück in die Partie zu finden.
Gunzwil wird besser, aber Schattdorf entscheidet die Partie spät
Der Start in die 2. Halbzeit gestaltete sich ausgeglichen, aber auch jetzt machten sich die Michelsämter das Leben ab und zu mit leichten Abspielfehlern selbst unnötig schwer. Die 1. Chance in der 2. Halbzeit gehörte Koch in der 52. Minute. Kurz danach ertönte ein Foulpfiff im Strafraum der Gäste und Schattdorf hatte die grosse Chance auf 3:1 zu erhöhen. Bieler parierte den Elfmeter aber glänzend und auch der Nachschuss wurde vom Heimteam kläglich vergeben. Nur vier Minuten später blieb dann im Strafraum der Urner die Trillerpfeife der Unparteiischen leider stumm, obwohl Fleischli klar von den Beinen geholt wurde. Gunzwil kam nun besser ins Spiel und hatte nun die beste Phase in diesem Spiel. In der 64. Minute überraschte Feyzi den Schattdorfer Schlussmann mit aggressivem Pressing, forcierte einen Ballverlust und Furrer in der Mitte konnte mit einem Lupfer zum 2:2-Ausgleich abschliessen. Die Effizienz der Michelsämter mit zwei Toren aus 3 ½-Chancen liess sich sehen zu diesem Zeitpunkt.
Nach dem Ausgleich konnte Gunzwil die Pace leider nicht im gewünschten Stil weiterziehen und es war eher wieder das Heimteam, welches das Zepter übernahm und zu nächsten Chancen kam. Eine davon vereitelte Bieler mit einer starken Parade in der 70. Minute. Schattdorf blieb am Drücker und nur drei Minuten später war es erneut Bieler mit einer Glanzparade, welcher die Schattdorfer zur Verzweiflung brachte. Gunzwil probierte zwar für Entlastung zu sorgen, aber immer wieder brachte man sich mit eigenen Ungenauigkeiten um die Chance, gefährliches zu kreieren vor dem Tor der Urner. In der 80. Minute wurde dann Pervorfi im Strafraum von Schattdorf-Hüter Mahrow unsanft abgeräumt, aber auch hier kein Penaltypfiff. Schattdorf probierte das Tempo nochmals zu erhöhen und kam in der 85. Minute zur nächsten Chance, scheiterte aber erneut an Teufelskerl Bieler, welcher die Lindenelf immer noch im Spiel hielt. Zwei Minuten später hatte dann sogar Paco Imbach noch eine Chance für einen Lucky-Punch, aber der Ball flog meilenweit am Gehäuse vorbei. Als sich viele schon auf eine Verlängerung einstellten, lief Gunzwil nach einem wieder einmal unnötigen Ballverlust in der 89. Minute in einen wunderschön herausgespielten Konter hinein und kassiert durch ein Traumtor von Ben Arnold das 3:2. Die Bolliger-/Erni-Elf fand darauf keine Antwort mehr und Scheiber erzielte in der tiefen Nachspielzeit noch das 4:2 und kurz danach war definitiv Schluss.
Gelb-schwarzes Fussballduell im Gersag
Unter dem Strich genügte die Leistung der Michelsämter an diesem Dienstagabend nicht, um in das Viertelfinale einzuziehen. Nun gilt es diese Partie schnellstmöglich abzuhaken und den Fokus auf das letzte Meisterschaftsspiel der Vorrunde zu richten. Auswärts beim FC Emmenbrücke im Gersag müssen nochmals alle Kräfte mobilisiert werden, damit beim in der Meisterschaft bis jetzt eher strauchelnden Mitfavoriten Punkte geholt werden können. Begleitet die Lindenelf zum letzten Auswärtsspiel in der Vorrunde und unterstützt die Mannschaft lautstark vor Ort. Hopp Gonzbu!
Vorschau: FC Emmenbrücke – FC Gunzwil, Samstag, 31.10.2026, 18.00 Uhr, Stadion Gersag
Telegramm FC Schattdorf (2.) – FC Gunzwil (2.) 4:2 (2:1)
Tore: 6. Andri Baumann 1:0. 12. Zgraggen 2:0. 31. Koch 2:1. 64. Furrer 2:2. 89. Arnold 3:2. 95. Scheiber 4:2.
Bemerkungen: 53. Bieler pariert Foulpenalty.
Schattdorf: Livio Mahrow; Wirth, Heinzer, Gisler, David Baumann (82. Aschwanden); Wipfli, Tresch (76. Arnold), Andri Baumann; Zgraggen, Scheiber, Robin Mahrow (76. Herger).
Gunzwil: Bieler; Janis Imbach, Stocker (46. Rogger), Dätwyler, Feyzi; Ramundo, Furrer, Luca Süess (76. Borges Lopes), Fleischli, Schumacher (70. Paco Imbach); Koch (62. Pervorfi).





























