Nach Vorfällen bei Juniorenspiel: Gemeinde Schenkon fordert konsequente Aufarbeitung

Beim Juniorenspiel zwischen dem FC Schenkon und dem SC Kriens kam es zu Auseinandersetzungen (Screenshot: REGIOfussball.ch).

Nach den Tumulten vom Samstag, 24. Oktober 2026, beim Juniorenspiel zwischen dem FC Schenkon und dem SC Kriens auf der Sportanlage Grundhof (REGIOfussball.ch berichtete) fordert die Gemeinde Schenkon eine konsequente und sorgfältige Aufarbeitung. Gewalt, Aggressionen und respektloses Verhalten haben auf den gemeindeeigenen Sportanlagen keinen Platz.

Der FC Schenkon hat auf Einladung des Gemeinderates in einem Gespräch zugesichert, die Ereignisse umfassend zu klären und Massnahmen gegen fehlbare Personen zu ergreifen. Auch der Innerschweizer Fussballverband (IFV) ist in die Aufarbeitung involviert.

Klare Haltung: 100 Prozent Emotionen, null Toleranz gegenüber unsportlichem Verhalten
Sport lebt von Emotionen, Leidenschaft und Einsatz. Diese dürfen jedoch niemals in Gewalt oder respektloses Verhalten umschlagen. Fairness und gegenseitiger Respekt sind grundlegende Voraussetzungen für jede sportliche Begegnung. Dies gilt für Spielerinnen und Spieler, Trainer, Betreuende, Eltern sowie Zuschauende gleichermassen. Der Gemeinderat nimmt die Ereignisse sehr ernst. Im Gespräch mit der Gemeinde haben die Verantwortlichen des FC Schenkon deutlich gemacht, dass sie selbst grosses Interesse an einer vollständigen Klärung der Vorfälle und der Beteiligung aller involvierten Personen haben.

Aufarbeitung und verbindliche Massnahmen
Der FC Schenkon hat zugesichert, die Ereignisse sorgfältig aufzuarbeiten und gegen fehlbare Personen entsprechende Massnahmen zu ergreifen. Die Gemeinde wird die Umsetzung dieser Massnahmen überprüfen und im Rahmen ihrer Zuständigkeiten begleiten. Auch der Innerschweizer Fussballverband (IFV) ist involviert.

Da gemäss den Videoaufzeichnungen und den bisherigen Schilderungen Personen aus dem Umfeld beider Mannschaften beteiligt gewesen sein sollen, geht die Gemeinde davon aus, dass auch der SC Kriens die Ereignisse auf seiner Seite aufarbeitet und die notwendigen Konsequenzen zieht. Ziel ist es, gemeinsam mit dem FC Schenkon klare Rahmenbedingungen sicherzustellen, damit sich solche Vorfälle nicht wiederholen. Sollte es erneut zu vergleichbaren Ereignissen kommen, wird die Gemeinde konsequent handeln.

Erfolgreiche und wertvolle Vereinsarbeit
Der FC Schenkon hat in seiner noch jungen Vereinsgeschichte bereits beachtliche sportliche Erfolge erzielt. Gleichzeitig engagiert sich der Verein mit grossem ehrenamtlichem Einsatz für die Förderung von Kindern und Jugendlichen. Heute sind über 120 Kinder beim FC Schenkon sportlich aktiv.

Der Verein leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit, Bewegung und sozialen Entwicklung der Kinder. Teamgeist, Integration und gemeinschaftliches Erleben sind dabei ebenso wichtig wie der sportliche Erfolg. Umso bedauerlicher ist es, wenn das Fehlverhalten einzelner Zuschauer und Funktionäre ein schlechtes Licht auf den gesamten Verein und dessen wertvolle Arbeit wirft.

Sachlichkeit und Zurückhaltung sind gefragt
Der Gemeinderat appelliert an alle Beteiligten und an die Öffentlichkeit, die Ereignisse sachlich und mit der notwendigen Zurückhaltung zu beurteilen. Die Vorfälle müssen konsequent aufgearbeitet werden. Gleichzeitig darf die aktuelle Situation nicht dazu benutzt werden, den FC Schenkon aus persönlichen Interessen oder Missgunst gegenüber seiner positiven Entwicklung und seinen sportlichen Erfolgen grundsätzlich infrage zu stellen.

Kritische Rückmeldungen sind wichtig und werden ernst genommen. Sie müssen jedoch auf nachvollziehbaren Fakten beruhen. Unterschiedliche Meinungen über die Vereinsentwicklung oder die Zusammensetzung der Mannschaften dürfen nicht mit der Beurteilung der aktuellen Ereignisse vermischt werden. Der Gemeinderat erwartet eine faire und differenzierte Betrachtung, welche die Verantwortung einzelner Personen von der wertvollen Arbeit des gesamten Vereins unterscheidet.

Der Grundhof als Ort der Begegnung
Die Gemeinde Schenkon setzt sich dafür ein, dass ihre Sportanlagen Orte der Freude, Bewegung und Gemeinschaft bleiben. Kinder, Jugendliche, Familien und Vereine sollen sich auf dem Grundhof sicher und willkommen fühlen. Für die Gemeinde Schenkon steht fest: Emotionen gehören zum Sport. Gewalt und Respektlosigkeit nicht. Entscheidend sind jetzt eine konsequente Aufarbeitung, klare Massnahmen und die gemeinsame Verantwortung für ein faires und respektvolles Miteinander.