
Im ersten Rückrundenheimspiel auf dem heimischen Kunstrasen erlebten die rot-blauen Spieler einen bitteren Dämpfer.
Am Samstagabend gastierte der FC Willisau auf dem Schoeller-Meyer-Fussballplatz und setzte von Beginn weg klare Signale. Zunächst entwickelte sich ein offenes Duell mit Aktionen auf beiden Seiten, doch je länger die Partie dauerte, desto entschlossener traten die Gäste auf. Nach zwanzig Minuten lancierte Willisau einen kraftvollen Angriff in Richtung Brunner Tor. Am Ende stand Kushtrim Osaj goldrichtig und versenkte den Ball präzise im Eck – 0:1 aus Sicht der Hausherren. Wer nun auf eine rasche Antwort des Heimteams hoffte, wurde enttäuscht: Weiterhin waren es die Luzerner, welche das Geschehen auf dem Brunner Kunstrasen bestimmten und dem Spiel ihren Stempel aufdrückten.
Anschlusstreffer gesucht
In der 36. Minute folgte der nächste Nackenschlag für Brunnen. Nach einem ruhenden Ball stieg Innenverteidiger Raphael Bernet im Strafraum am höchsten und verwertete den Standard mit einem sehenswerten Abschluss zum 0:2. Die rot-blauen Spieler fanden in der ersten Halbzeit kaum zu ihrem Rhythmus, ihnen fehlten zündende Ideen und Tempo im Aufbau. So ging die Pausenführung der abgeklärt auftretenden Willisauer völlig in Ordnung. Erst nach dem zweiten Gegentor erwachte die Kazic-Elf und suchte vehement den Anschlusstreffer. Kurz vor dem Seitenwechsel traf Yahia Abaidia nur die Latte, und auch in der 52. Minute hatte Brunnen Pech, als Medrian Toski das Aluminium erzittern liess. Trotz wachsender Überlegenheit blieb es bei diesen Annäherungen – bis zum Schlusspfiff gelang dem Heimteam kein Tor mehr.
Nicht belohnt worden
«Mit zwei Standards erhielten wir zwei Gegentreffer», ärgerte sich der Brunner Torhüter Samuel Eichhorn nach der Partie. Man habe sich selbst gute Möglichkeiten erarbeitet, diese jedoch nicht konsequent genutzt. «In der zweiten Halbzeit dominierten wir das Spielgeschehen, konnten uns aber nicht belohnen», fasste der Schlussmann zusammen. Auf der anderen Seite zeigte man sich im Lager der Luzerner zufrieden. «Wir wollten gegen den Leader aus Brunnen von Beginn weg viel Druck erzeugen, was uns auch hervorragend gelang», bilanzierte der eingewechselte Elia Lustenberger. Offensiv sei man sehr effizient gewesen und habe in der Defensive in heiklen Momenten das nötige Quäntchen Glück auf seiner Seite gehabt. «Nun wollen wir den Schwung des Sieges in die weiteren Spiele mitnehmen», blickte der Willisauer zuversichtlich voraus.
Telegramm FC Brunnen – FC Willisau 0:2 (0:2)
Schoeller-Meyer. – 110 Zuschauer. – SR: Tschaub. – Tore: 20. Kushtrim Osaj 0:1. 36. Bernet 0:2.
Brunnen: Eichhorn; Imhof, Schwendt, Hasil, Bürgler; Abaidia, Stephan, Pandurovic, Schelbert; Iale (46. Toski), Dizdarevic.
Willisau: Bussmann; Morina, Kneubühler, Bernet, Skeraj (61. Lustenberger); Rölli, Wirz, Lütolf, Unternährer (75. Waltisberg); Kaltrim Osaj (75. Fuschetto), Kushtrim Osaj.
Bemerkungen: 44. Pfostenschuss Abaidia. 52. Pfostenschuss Toski. Verwarnungen: 18. Imhof, 27. Stephan, 45. Abaidia, 81. Kneubühler, 84. Unternährer.






























