Zwei Runden vor Schluss sind in der Hoval Promotion League respektive der 1. Liga Classic noch zahlreiche Szenarien möglich. Eine Übersicht.
Hoval Promotion League: Kriens vor dem Aufstieg
Die Luzerner eilen unbeirrt der Challenge League entgegen. Durch den 4:0-Heimsieg gegen den FC Paradiso bewahren sie ihren Vorsprung von vier Punkten auf den SC Brühl SG und brauchen damit aus den Spielen bei der U21 von YB und zuhause gegen den FC Bavois theoretisch noch drei Punkte. Faktisch würden wohl aufgrund der klar besseren Tordifferenz auch zwei Unentschieden reichen. Der SCK überzeugt insbesondere offensiv: Nando Toggenburger, der Leihspieler vom FC Luzern hat nach seinem Doppelpack gegen die Südtessiner 22 Tore auf dem Konto, Luka Sliskovic (17), Rrezart Hoxha (15), Célien Wicht (12) und Nico Siegrist (11) weisen ebenfalls zweistellige Torwerte auf. Total zeichnet das Quintett für 77 der 96 erzielten Tore verantwortlich.
Dass die Luzerner im Kleinfeld noch nicht zur ganz grossen Party laden konnten, lag am 3:1 von Brühl gegen die U21 des FCZ. Routinier Tunahan Cicek hatte das Skore schon in der Startminute mit seinem 18. Meisterschaftstreffer eröffnet, die St. Galler wahrten ihre Heim-Ungeschlagenheit, brauchen aber in Bulle und gegen die U21 von Basel zwei Siege – und viel Schützenhilfe, wenn sie noch Platz 1 holen wollen.
Im Kampf um den Klassenerhalt hat der FC Paradiso die besseren Karten gegenüber der U21 von Lausanne: Zwei Punkte Vorsprung und das vermeintlich leichtere Restprogramm mit den Partien gegen den FC Breitenrain (h) und den abgeschlagenen Absteiger Vevey-Sports. Die Waadtländer gastieren bei der U21 des FC Lugano und empfangen den FC Schaffhausen.
Gruppe 2 (Zentralschweizer Gruppe): Die späte Aufholjagd von Old Boys
Neben dem Grasshopper Club ZH U-21, der sich bereits vor langer Zeit qualifiziert hat, kämpfen der FC Langenthal, der FC Courtételle und der SV Muttenz um den oder die verbleibenden Plätze für die Aufstiegsspiele. Am anderen Ende der Tabelle kehrt unerwartet wieder Spannung auf. Dies wegen dem BSC Old Boys Basel, der mit dem 5:2-Erfolg beim FC Solothurn nicht nur dessen Feierlichkeiten zum 125-Jahr-Jubiläum störte, sondern auch die eigene Aufholjagd fortsetzte.
Die Zentralschweizer Teams liegen allesamt im Tabellenmittelfeld: FC Schötz (7.), Zug 94 (10.). Nur der SC Buochs (13.) ist rechnerisch noch nicht gerettet. Zwei Runden vor Schluss haben die Buochser sechs Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.
Das von Maurizio Jacobacci trainierte BSC Old Boys hat nun aus den letzten fünf Spielen zehn Punkte eingefahren, dies nach vorher sechs Niederlagen in Folge und ganzen drei Punkten im Kalenderjahr. Damit ist am Samstag auf der Schützenmatte noch einmal Vieles möglich: Mit einem Heimsieg gegen die SR Delémont würden die Basler mit den Jurassiern gleichziehen und dürften bis in die letzte Runde hoffen – ausser, der FC Besa Biel/Bienne landet einen Coup beim FC Langenthal.
Gruppe 1: Servettes Küken im Hoch
Dank einem fulminanten Schlussspurt und einem 4:3 gegen die Altersgenossen des FC Sion steht die U21 von Servette alleine auf Platz 1: Sie machten aus dem 1:2 bis zur 80. Minute ein 3:2 und den Ausgleich von Nelson Savonnier (89.) konterten die Genfer in der turbulenten Nachspielzeit mit einem Penaltytor durch Ardonit Selimi (97.) Der FC Amical Saint-Prex bleibt trotz des 1:1 zuhause gegen den FC Stade-Payerne komfortabel auf Platz 2 – vier Punkte vor dem FC Monthey und CS Chênois.
Der FC Martigny-Sports braucht nach dem 1:3 gegen Monthey ein kleines Fussball-Wunder für den Ligaerhalt. Zwei Punkte unter dem Trennstrich befindet sich der FC La Sarraz-Eclépens, der noch hoffen darf, den zweiten Abstiegsplatz an eines von sechs Teams abzugeben, die mathematisch noch nicht gerettet sind.
Gruppe 3: Zwei Kopf-an-Kopf-Rennen
Der souveräne Gruppensieger SC YF Juventus nahm sich beim 0:4 beim FC Tuggen eine Auszeit und kann sich auch in den nächsten Wochen der Vorbereitung auf die Aufstiegsspiele widmen. Die Schwyzer indes kämpfen um Platz 2, punktgleich mit der AC Taverne von ex-Lugano-Star Jonathan Sabbatini. In Lauerstellung mit zwei Punkten Rückstand der FC Wettswil-Bonstetten, der in der Rückrunde nach dem Abgang von Trainer Stephan Lichtsteiner zu Hesam Mirzai keinen Substanzverlust zu verzeichnen hatte.
Mathematisch als Absteiger fest steht der SV Schaffhausen. Gegen den zweiten Relegationsplatz spielen der SV Höngg und der FC Widnau. Ihre Bilanz ist nach 28 Runden praktisch identisch: Je 5 Siege, 6 Unentschieden und 17 Niederlagen sowie eine Tordifferenz von Minus 31, respektive Minus 32. Das Restprogramm: Höngg spielt gegen die U21 von St. Gallen (h) und Winterthur (a), Widnau gegen Winterthur (h) und FC Kosova (a).






























