
Der SC Kriens hat bei seiner Heimpremiere in der Challenge League ein starkes Zeichen gesetzt. Vor 2’600 Zuschauerinnen und Zuschauern im Kleinfeld bezwangen die Innerschweizer den ambitionierten Super-League-Absteiger FC Winterthur mit 2:0 und feierten damit die ersten drei Punkte der neuen Saison. Grundlage des Erfolgs waren eine äusserst disziplinierte Teamleistung, aggressives Pressing und eine hohe Effizienz in den entscheidenden Momenten.



















Von Beginn an trat Kriens mutig und selbstbewusst auf. Bereits nach wenigen Sekunden setzte der Aufsteiger die Gäste unter Druck und kam nach einem Ballgewinn gegen den Ex-Luzerner Severin Ottiger zur ersten Grosschance. Albin Krasniqi wurde lanciert, scheiterte jedoch am aufmerksam reagierenden Winterthurer Torhüter Antonio Spagnoli. Kurz darauf sorgten weitere Abschlüsse von Martin François und Krasniqi für Gefahr. Die Krienser zeigten früh, dass sie sich keineswegs verstecken wollten.
Während Winterthur zwar mehr Ballbesitz verzeichnete, gelang es den Gästen lange Zeit nicht, daraus nennenswerten Ertrag zu generieren. Die Krienser Defensive arbeitete konsequent, gewann viele Zweikämpfe und liess nur wenige klare Chancen zu. Auf der anderen Seite sorgten Yuro Bohon Diet, Malek Ishuayed, Luka Sliskovic und Martin François immer wieder für Unruhe im gegnerischen Strafraum. Eine intensive Druckphase um die 35. Minute mit mehreren geblockten Abschlüssen unterstrich die zunehmende Dominanz der Luzerner.
Kurz vor dem Seitenwechsel wurden die Gastgeber für ihren mutigen Auftritt belohnt. Nach einer sehenswerten Kombination landete der Ball bei Martin François, der aus rund 18 Metern per Direktabnahme abzog und Winterthur-Keeper Spagnoli keine Abwehrchance liess. Das 1:0 entsprach dem Spielgeschehen und sorgte für grossen Jubel im Kleinfeld.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb Kriens gefährlich. Zwar versuchte Winterthur den Druck zu erhöhen, doch die Innerschweizer verteidigten konzentriert und hielten die Gäste weitgehend vom eigenen Tor fern. Als Winterthur zunehmend Risiken eingehen musste, boten sich Räume für schnelle Gegenangriffe.
Genau einen solchen nutzte der SC Kriens nach 65 Minuten eiskalt aus. Über Albin Krasniqi und Elio Rufener wurde ein mustergültiger Konter lanciert, den Luka Sliskovic souverän zum 2:0 abschloss. Besonders bemerkenswert: Der frühere Winterthurer traf damit ausgerechnet gegen seinen ehemaligen Verein und stellte die Weichen endgültig auf Sieg.
In der Schlussphase versuchte Winterthur zwar nochmals zu reagieren, doch die beste Möglichkeit blieb ungenutzt. Die Krienser liessen sich davon nicht aus der Ruhe bringen und brachten den Vorsprung dank einer solidarischen Mannschaftsleistung souverän über die Zeit. Torhüter Ruben Salchli strahlte bei den wenigen Prüfungen grosse Sicherheit aus und war stets zur Stelle, wenn er gebraucht wurde.
Unter dem Strich feierte der Aufsteiger einen verdienten Erfolg gegen einen der Aufstiegsfavoriten der Liga. Mit viel Leidenschaft, Laufbereitschaft und taktischer Disziplin zeigte der SC Kriens, dass er in der Challenge League angekommen ist und auch gegen etablierte Gegner bestehen kann.
Telegramm SC Kriens – FC Winterthur 2:0 (1:0)
Stadion Kleinfeld, Kriens. 2’600 Zuschauer.
Schiedsrichter: Jonathan Jaussi.
Tore: 45. Martin François 1:0, 65. Luka Sliskovic 2:0.
SC Kriens: Salchli; Bohon Diet, Fäh (66. Alejandro Willimann), Heiniger, Tröndle (72. Hermann); Mauricio Willimann, François; Ishuayed (72. Siegrist), Rufener, Sliskovic (77. Riedmann); Krasniqi (72. Wicht).
FC Winterthur: Spagnoli; Ottiger (62. Maluvunu), Arnold, Sahitaj, Diaby (88. Okafor); Cueni (68. Jankewitz), Zuffi; Rohner, Odin (46. Kehrer), Golliard (69. Buess); Beyer.
Bemerkungen: Kriens ohne Touré und Akahomen (beide verletzt). Winterthur ohne Burkart, Marchesano, Essiam, Camara und Maksutaj (alle verletzt). Verwarnungen: 33. François (Halten), 43. Ottiger (grobes Spiel), 56. Tröndle (Halten).

























