Der SC Kriens hat im zweiten Testspiel der Vorbereitung auf die Challenge-League-Saison 2026/27 ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Die Innerschweizer gewannen beim Super-League-Vertreter FC Zürich mit 3:2 und bewiesen dabei nicht nur viel Moral, sondern auch spielerische Qualität. Den entscheidenden Treffer erzielte Albin Krasniqi wenige Augenblicke vor dem Schlusspfiff.
Bei hochsommerlichen Temperaturen entwickelte sich im Heerenschürli unter Ausschluss der Öffentlichkeit von Beginn an eine ausgeglichene Partie. Der Aufsteiger in die Challenge League versteckte sich gegen den FCZ keineswegs und setzte früh erste Akzente. Bereits in der Anfangsphase bot sich Luka Sliskovic eine gute Möglichkeit, ehe die Zürcher ihrerseits erstmals gefährlich vor dem Krienser Tor auftauchten.
Im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit erarbeitete sich der SCK leichte Feldvorteile und kam zu den besten Chancen der Partie. Nico Siegrist sowie Testspieler Albin Krasniqi scheiterten jedoch mehrfach am stark reagierenden FCZ-Keeper Silas Huber, der seine Mannschaft mit mehreren Glanzparaden im Spiel hielt. Die Zürcher wurden gegen Ende des ersten Durchgangs stärker und schlugen unmittelbar vor der Pause zu. Nach einem Foul an Juan José Perea zeigte der Schiedsrichter auf den Penaltypunkt. Philippe Kény übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 1:0 für die Gastgeber (45.).
Die Antwort der Krienser liess jedoch nicht lange auf sich warten. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn sorgte Yuro Bohon Diet, der in der kommenden Saison vom FC Zürich an den SC Kriens ausgeliehen ist, für den Ausgleich. Für den Offensivspieler war es gleichzeitig der erste Treffer im Dress des SCK.
Die Mannschaft von Trainer Michael Winsauer blieb auch danach mutig und suchte immer wieder den Weg nach vorne. Francois Martin verfehlte das Ziel mit einem sehenswerten Abschluss nur knapp, während die Krienser Defensive die Zürcher Angreifer weitgehend unter Kontrolle hielt. Dennoch gelang dem FCZ eine Viertelstunde vor Schluss die erneute Führung. Kény setzte Perea mit einem präzisen Steilpass in Szene, und der Stürmer vollendete abgeklärt zum 2:1 (76.).
Doch wiederum zeigte der SC Kriens die richtige Reaktion. Nur zwei Minuten später traf Albin Krasniqi zum verdienten 2:2-Ausgleich (78.). Als die Partie bereits auf ein Unentschieden zuzusteuern schien, schwächten sich die Zürcher selbst: Philippe Kény sah in der 84. Minute die Gelb-Rote Karte, wodurch die Gastgeber die Schlussphase in Unterzahl bestreiten mussten.
Der SCK nutzte den zusätzlichen Raum konsequent aus. In der 90. Minute war es erneut Albin Krasniqi, der sich entscheidend in Szene setzte und mit seinem zweiten Treffer des Abends für die Wende sorgte. Der Testspieler sicherte den Kriensern damit einen verdienten 3:2-Erfolg gegen den Super-League-Klub.
Für den SC Kriens war es ein vielversprechender Auftritt. Die Innerschweizer überzeugten mit einer guten Organisation, erspielten sich zahlreiche Torchancen und bewiesen nach zwei Rückständen grosse Moral. Besonders erfreulich waren neben dem Premierentor von Yuro Bohon Diet auch die beiden Treffer von Albin Krasniqi, die dem SCK letztlich einen gelungenen Testspielerfolg bescherten.
Telegramm FC Zürich – SC Kriens 2:3 (1:0)
Tore: 45. Kény (Penalty) 1:0, 47. Bohon Diet 1:1, 76. Perea 2:1, 78. A. Krasniqi 2:2, 90. A. Krasniqi 2:3.
Heerenschürli – keine Zuschauerinnen und Zuschauer
SC Kriens: Zajac (46. Salchli), Hermann, A. Willimann, M. Willimann, Touré, Riedmann (46. Tröndle – Testspieler), Romano, François, Siegrist (46. Bohon Diet), Sliskovic, Krasniqi (Testspieler)
FC Zürich: Huber; Hodza, Kamberi, Hack, Walker (78. Volken), Berisha (78. Reichmuth), Schödler, Krasniqi (78. Ramic), Perea, Di Giusto (78. Emmanuel), Kény
Bemerkungen: SC Kriens ohne Jetzer und Wicht (beide verletzt), Heiniger, Fäh und Hoxha (alle abwesend). 84. gelbrote Karte Kény (FC Zürich).































