Emmen für disziplinierte und kämpferische Leistung nicht belohnt

Emmen verliert auch das Rückspiel gegen die AS Castello (Archivbild: SC Emmen).

AS Castello – SC Emmen 2:1 (0:1)

AS Castello hiess der erste Gegner beim Auftaktspiel in die Rückrunde der 2. Liga Interregional Saison. Bereits anfangs Woche wurde das Spiel auf den Kunstrasen Platz bei Colina d’Oro verlegt, inkl. eine Stunde späterem Anpfiff.

Grund dafür war das winterliche Wochenende, weshalb auch einige Partien abgebrochen oder verschoben wurden. Die Entscheidung das Spiel auf den Kunstrasen zu verlegen und auch bei starkem Dauerregen durchzuführen war korrekt und angemessen. Das Spiel verlief hart, aber fair. Eine einzige gelbe Karte musste der Schiedsrichter ziehen. Ich erwähne das deshalb, weil aus Versehen das Spiel nach dem Sieges Treffer als «abgebrochen» betitelt wurde.

Das Spiel war von Beginn an ausgeglichen, mit etwas mehr Ballbesitzanteil bei den Gastgebern. Beide Mannschaften riskierten wenig und konzentrierten sich auf die kompakte Abwehrarbeit. Der SC Emmen startete das erste Auswärtsspiel ohne den Abwehrchef Yves Erni (gesperrt) und dem talentierten Eigengewächs Xhemal Sadiku (krank), der sich in der Vorbereitung in sehr guter Verfassung zeigte. In der 40’ schaffte es der SC Emmen die Tessiner Abwehr zu durchbrechen und ging mit einem herrlichen Schuss aus ca. 20 Metern nicht unverdient in Führung. Torschütze Jonas Hönger belohnte damit sich und das Team für das disziplinierte und aufopferungsvolle Auftreten in der ersten Halbzeit. Die zweite Halbzeit sah eigentlich nicht viel anders aus in den ersten Spielminuten. Unser Team One blieb weiterhin seiner Linie treu und lies zu keinem Zeitpunkt etwas zu. Zu erwähnen sind die vielen Standard Situationen, welche jedoch nie zu grösseren Chancen führten, uns aber immer wieder in den eigenen 16-er gedrückt haben.

Trotz immer höher werdendem Druck konnte das Team immer wieder für Entlastungsangriffe sorgen. So auch in der 75’ als Nicholas König, Noah Gabriel bediente und dieser aus ca. 20 Metern den herauskommenden Torwart zwar bezwingen konnte, jedoch den Ball nur einige Zentimeter am Tor vorbei spielte. In der 85’ Minute kam es dann, wie es kommen musste. Bei einem unglücklich geklärten Ball reagieren die Tessiner blitzschnell und schiessen aus ca. 20 Metern das 1:1. Sehr ärgerlich für den SC Emmen jedoch verdient, da die Tessiner nie aufgegeben haben und auch immer mehr Chancen kreierten. Der Genickschlag tief in der Nachspielzeit kam dann jedoch unverhofft und war sehr ärgerlich. Ärgerlich deshalb, weil man zwei sehr gute Tor Chancen in der Nachspielzeit liegen gelassen hatte und weil das 2:1 in der letzten Spielminute, nach etwas kurioser Entstehung, unhaltbar ins Tor fiel.

Die Mannschaft hat sehr viel investiert und hätte für ihre disziplinierte und kämpferische Leistung mindestens einen Punkt verdient gehabt. So musste man leider punktlos aus dem Tessin den Heimweg antreten und sich durch die Schneemassen mit 50 km/h durchboxen. Hierfür mal ein grosses Dankeschön an Gössi Reisen, die uns bei jeder Tessin Reise heil ans Ziel und nach Hause bringen.

Vorschau: Nächsten Samstag, 21.03.2026, SC Emmen : FC Locarno auf der Feldbreite in Emmen.