Der FC Gunzwil erleidet gegen Brunnen kompletten Schiffbruch und kassiert eine derbe 1:9-Heimpleite gegen die Schwyzer, welche sich aufgrund der Niederlage von Goldau in Willisau weiter Hoffnungen auf den Aufstieg machen können. Ein grosses Dankeschön an Fidi, Mats, Till, Lüsche, Pesche und Zoni für eure Karriere in der 1. Mannschaft – es war wunderbar!
















DANKE Iwan, Pascal, Luca, Matias, Till & Philippe!
Vor einer herrlichen Kulisse an einem wunderschönen Sommerabend gehörte der Auftakt sechs (!) Spielern des FC Gunzwil, welche ihre Fussballschule zumindestens beim Fanionteam in der Zukunft an den Nagel hängen. Iwan Rogger, Pascal Jurt, Luca Fleischli, Matias Nurmi, Till Fleischli und Philippe Kronenberg wurden gebührend verabschiedet und verdankt für ihren grossen Einsatz zu Gunsten der 1. Mannschaft. Alle Spieler waren über Jahre hinweg Leistungsträger. Bei Till Fleischli und Philipp Kronenberg waren es am Schluss deutlich über 300 Spiele für die 1. Mannschaft und Routinier Kronenberg durfte sogar sein 20-jähriges-Jubiläum feiern, debütierte er doch in der Saison 2007/2008 beim FC Gunzwil.
Brunnen mit Effizienz und Klasse zur klaren Pausenführung
Anschliessend gehörte der Rasen wieder dem Fussball und bereits in den Startminuten deutete Brunnen mit seiner spielerischen Klasse an, in welche Richtung es an diesem Abend gehen könnte. Die erste Topchance für die Gäste hatte Imhof nach acht gespielten Minuten, aber Felix war hellwach und konnte einen ersten Einschlag für die Schwyzer verhindern. In der 15. Minute kam dann Till Fleischli nach Hereingabe von Fankhauser zu einer guten Chance, wurde jedoch noch entscheidend am Abschluss gehindert. Dies war dann auch die vorerst letzte Offensivaktion des Heimteams in der 1. Halbzeit. Was nun folgte war ein absoluter Klassenunterschied und eine bitte Pille für die Michelsämter. Das Unheil nahm in der 16. Minute nach einem schön herausgespielten Doppelpass und dem 0:1 durch Schelbert seinen Lauf. Fortan dominierte der Gast aus Brunnen die Partie nach Belieben und war der Bolliger-/Erni-Elf spielerisch und auch körperlich hochüberlegen. Zehn Minuten später liess zum ersten Mal Pandurovic seine Klasse aufblitzen und schloss eiskalt zum 0:2 ab. Nur drei Minuten später zappelte der Ball dank Abaidia und dem 0:3 bereits wieder wieder im Netz. Brunnen liess nicht locker und ging nur weitere vier Minuten später mit 0:4 in Front durch Dizdarevic, es sollte nicht der letzte Treffer für die Nummer 10 der Gäste sein. Wieder nur vier Minuten später erzielte Pandurovic mit einem herrlichen Schuss ins Lattenkreuz ein Traumtor, sein zweites an diesem Abend und bereits das fünfte Tor für Brunnen. Damit war der Torhunger der Gäste vorerst gestillt und bis zur Pause durfte sogar Gunzwil dank Till Fleischli noch einen 2. Abschluss realisieren, welcher jedoch nicht von Erfolg gekrönt war.
Gunzwil schlittert in ein fast historisches Debakel
Die Partie war natürlich zur Halbzeit bereits entschieden und die 2. Halbzeit würde für Gunzwil einerseits zum Charaktertest werden und andererseits durften sich die oben bereits erwähnten Spielern noch einmal bei ihren Auswechslungen frenetisch applaudieren lassen zu ihrem Karrienabschluss vor heimischem Publikum. Sportlich gesehen übernahm Brunnen auch in der 2. Halbzeit sofort das Zepter und nur drei Minuten nach Wiederanpfiff hätte Dizdarevic zwingend den nächsten Treffer erzielen müssen, aber er verfehlte in dieser Szene das leere Tor, nachdem er Felix elegant umkurvte. In der 56. Minute erzielte dann der soeben eingewechselte Furrer, er kam für den abtretenden Nurmi, welcher gleichzeitig das 200. Spiel für die 1. Mannschaft bestritt, den 1:5-Ehrentreffer für Gunzwil. Wer nun aus Heimoptik die Hoffnung hatte, Brunnen würde es ein bisschen ruhiger angehen lassen, wurde nur eine Minute durch das 1:6 durch Dizdarevic eines Besseren belehrt. Nur fünf Minuten später musste dann Kronenberg spektakulär auf der Linie retten, um den nächsten Einschlag hinter Felix zu verhindern. Brunnen liess danach dem Heimteam ein bisschen mehr Platz und so durften sich auch die Michelsämter noch ein bis zwei gute Aktionen in der Schlussphase notieren lassen, ohne jedoch ein weiteres Mal zu reüssieren. In der 76. Minute folgte der wohl emotionalste Wechsel an diesem Abend. Der abtretende Till Fleischli wurde durch seinen Bruder Luca Fleischli ersetzt. Für Luca war es nach seiner Erkrankung das zweite Comeback nach 2024 und gleichzeitig ebenfalls der Schlussstrich unter seiner sportlichen Karriere beim FC Gunzwil. Luca, deine Geschichte zeigt allen in der FCG-Familie, was mit Einsatz, Durchhaltewillen und Motivation möglich ist. Die Schlussphase gehörte dann wieder komplett dem Gast aus dem Kanton Schwyz, welcher einen kaum zu stillenden Torhunger hatte. Einmal Pandurovic und noch zweimal Dizdarevic schraubten das Score auf eine schwindeleregende Höhe zum Endstand von 1:9 (!) hoch. Damit kassierten die Michelsämter die zweithöchste Heimniederlage in der Geschichte. Vor sage und schreibe 51 Jahren musste man sich dazumal dem FC Willisau vor heimischen Publikum mit 0:9 geschlagen geben. Wahrlich kein schöner Abschied vor den eigenen Fans zum Saisonabschluss aus sportlicher Sicht.
Saisonabschluss auswärts beim SC Obergeissenstein
Es war irgendwie eine komische Stimmung nach dem Spiel auf der Linden. Einerseits erfreute man sich an den Emotionen zusammen mit den ehrenvoll verabschiedeten Till, Fidaz, Pesche, Lüsche, Mats und Zoni – VIELEN DANK NOCHMALS! Andererseits schlug diese 1:9-Klatsche und das Heimdebakel durchaus auch auf die Stimmung. Natürlich war es vermutlich schwierig mit diesen Emotionen vor dem Spiel, die nötige Spannung aufzubauen und man muss es auch neidlos anerkennen, dass Brunnen die beste Mannschaft der Liga ist, aber trotzdem schmerzt das Resultat enorm und es werden die richtigen Schlüsse daraus gezogen werden müssen. Brunnen seinerseits wird sich ärgern, dass der Auftakt in die Rückrunde «vermasselt» wurde. Die Schwyzer nahmen in den letzten Spielen Fahrt auf und zeigten, dass sie die vermutlich beste Mannschaft der Liga sind. Trotzdem geht Goldau mit einem leichten Vorteil in die letzte Runde. Für den FC Gunzwil geht es in der letzten Runde auswärts nach Luzern zum SC Obergeissenstein. Dort will die Bolliger-/Erni-Elf nach den zuletzt eher bescheidenen Auftritten noch einmal ihr positives Gesicht zeigen und mit einem guten Gefühl in die Sommerpause gehen, in welcher dann nach den verschiedenen Rücktritten auch ein sportlicher Umbruch erfolgen wird. Wir sind gespannt und bedanken uns für den tollen Support bei allen Heimspielen in der Saison 2025/2026. Hopp Gonzbu!
Voranzeige: SC Obergeissenstein – FC Gunzwil, Sa. 13.06.2026, 18.00 Uhr, Wartegg Luzern
Telegramm FC Gunzwil – FC Brunnen 1:9 (0:5)
Linden. – 300 Zuschauende. -SR: Artan Mehmeti
Tore: 16. Schelbert 0:1. 26. Pandurovic 0:2. 29. Abaidia 0:3. 33. Dizdarevic 0:4. 37. Pandurovic 0:5. 56. Furrer 1:5. 57. Dizdarevic 1:6. 79. Dizdarevic 1:7. 84. Pandurovic 1:8. 88. Dizdarevic 1:9.
Bemerkungen: Pascal Jurt, Philippe Kronenberg, Till Fleischli, Luca Fleischli, Iwan Rogger und Matias Nurmi werden verabschiedet als Spieler der 1. Mannschaft.
Gunzwil: Felix; Jurt (63. Imbach), Kronenberg (81. Stocker), Marco Rogger, Bucher; Fankhauser, Nascimento, Isler, Iwan Rogger (59. Schumacher); Till Fleischli (76. Luca Fleischli), Nurmi (55. Furrer).
Brunnen: Eichhorn; Bürgler (61. Iale), Schwendt, Hasil, Simecek; Imhof (50. Toski), Abaidia (61. Kqira), Stephan, Schelbert (61. Truttmann); Pandurovic, Dizdarevic.





























