Der FC Luzern hat die Pflichtaufgabe im Schweizer Cup beim SC Buochs souverän gelöst. Vor 4224 Zuschauenden im ausverkauften Seefeld setzte sich der Super-League-Vertreter mit 3:0 durch und zog verdient in die nächste Runde ein. Die Nidwaldner wehrten sich nach Kräften und konnten sich vor allem bei ihrem starken Torhüter Da Silva bedanken, dass die Niederlage nicht noch deutlicher ausfiel.
Bereits vor dem Anpfiff herrschte im Seefeld eine besondere Atmosphäre. Olympiasieger Marco Odermatt brachte symbolisch den Matchball aufs Feld und sorgte gemeinsam mit der ausverkauften Kulisse für echtes Cup-Feeling.
Der Klassenunterschied machte sich von Beginn an bemerkbar. Luzern übernahm sofort die Kontrolle und setzte den Erstligisten früh unter Druck. Bereits nach fünf Minuten musste Da Silva sein Können unter Beweis stellen, als ihm ein Schuss von Oscar Kabwit beinahe durch die Hände glitt. Kurz darauf rettete der Buochser Schlussmann erneut.
Nach 13 Minuten fiel die verdiente Führung für die Gäste. Ein von Daniel Mikołajewski herausgeholter Freistoss führte zu einer Ecke, die am zweiten Pfosten bei Pius Dorn landete. Der Luzerner nahm den Ball an und schob souverän zum 1:0 ein. Buochs fand offensiv kaum Mittel gegen die konzentriert auftretende Luzerner Mannschaft und blieb im ersten Durchgang ohne gefährlichen Abschluss auf das Tor von Simoni.
Der FCL kontrollierte das Geschehen weiterhin nach Belieben. Immer wieder sorgten die schnellen Offensivspieler für Gefahr. In der 33. Minute erhöhte Luzern auf 2:0. Kabwit behauptete den Ball stark und schickte Sandro Wyss steil. Der junge Luzerner blieb vor Da Silva ruhig. Zwar lenkte der Torhüter den Ball noch an den Innenpfosten, von dort rollte dieser jedoch über die Linie.
Nur wenig später verhinderte Da Silva mit einer Glanzparade gegen Mikołajewski gar das dritte Gegentor. Der polnische Neuzugang traf dabei nur den Pfosten. Mit der hochverdienten 2:0-Führung gingen die Gäste in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielgeschehen. Luzern blieb die tonangebende Mannschaft und suchte konsequent die Entscheidung. Die Nidwaldner zeigten zwar eine engagierte Leistung, konnten Simoni aber nur selten ernsthaft prüfen. Die beste Möglichkeit auf einen Anschlusstreffer hatte Dubler nach etwas mehr als einer Stunde. Nachdem er Loïc Lüthi im Eins-gegen-eins hinter sich gelassen hatte, schoss er jedoch deutlich über das Tor.
Auf der anderen Seite entwickelte sich Da Silva endgültig zum stärksten Buochser Akteur. Der Torhüter parierte mehrfach stark gegen Dorn, Wyss und Ferreira und hielt seine Mannschaft lange im Spiel. Besonders sehenswert war seine Parade in der 70. Minute, als er einen Distanzschuss von Zimmermann mit den Fingerspitzen an die Latte lenkte.
Als Buochs auf einen Lucky Punch hoffte, sorgte Luzern schliesslich für die Entscheidung. In der 78. Minute setzte Levin Winkler Oscar Kabwit gekonnt in Szene. Der Kongolese schloss aus spitzem Winkel ab und überraschte Da Silva in der nahen Ecke zum 3:0.
Damit war die Partie endgültig entschieden. Luzern liess Ball und Gegner laufen und brachte den klaren Vorsprung ohne Probleme über die Zeit. Zwar bot sich Buochs in der Schlussphase noch einmal durch Dubler die Möglichkeit zum Ehrentreffer, doch erneut fehlte die Präzision.
So blieb es beim verdienten 3:0-Erfolg für den FC Luzern, der seiner Favoritenrolle jederzeit gerecht wurde. Der SC Buochs verkaufte sich vor grosser Kulisse teuer, konnte den Klassenunterschied aber letztlich nicht wettmachen. Besonders Torhüter Da Silva verhinderte mit zahlreichen Paraden eine deutlich höhere Niederlage.
Telegramm SC Buochs – FC Luzern 0:3 (0:2)
Seefeld. – 4224 Zuschauende (ausverkauft). – SR Fähndrich. – Tore: 13. Dorn 0:1. 33. Wyss 0:2. 78. Kabwit (Winkler) 0:3.
Buochs: Da Silva; Alcantara Vieira (72. Scherer), Bütler, Ivanov, Vogel; Bung Tsai Freimann (34. McCarthy); Dubler (75. Da Silva Medeiros), Frank (72. Bachmann), Kameraj (46. Bissig), Meyer; Mulanga.
Luzern: Simoni; Dorn, Bung Hua Freimann, Bung Meng Freimann (46. Lüthi), Ciganiks; Wyss, Ferreira, Zimmermann (72. Winkler), Di Giusto (65. Ronaldo Dantas Fernandes); Kabwit (79. Villiger), Mikolajewski (65. Meyer).
Bemerkungen: Luzern ohne Owusu (gesperrt), Knezevic, Bertone, Oehlers (alle verletzt) und Bongeli (im Aufbautraining/nicht im Aufgebot). – 35. Pfostenschuss Mikolajewski. – Verwarnungen: 50. Zimmermann, 57. Frank, 81. Bütler (alle Foul).

























