Sportliche Differenzen führen zum Oenen-Abgang in Zug

Vor Spielbeginn wurden der scheidende Trainer Vural Oenen sowie die Spieler Diego Martin, Sandro Inderbitzin und Drazn Zdravkovic durch Christian Volkart, Vizepräsident, und Besnik Reci, Sportchef, verabschiedet (Bild: Zug 94).

Beim letzten Heimspiel der Saison von Zug 94 (1:1 gegen Bassecourt) wurde Trainer Vural Oenen offiziell verabschiedet. Trotz erreichtem Saisonziel – dem Ligaerhalt – verlässt er den Verein bereits nach einer Saison.

Grund für die Trennung sind unterschiedliche sportliche Vorstellungen zwischen Trainer und Verein. Oenen verfolgte ambitioniertere Ziele und wollte den Klub mittelfristig in Richtung Tabellenspitze entwickeln. Dafür sah er insbesondere in der Offensive erheblichen Verstärkungsbedarf. Der Verein konnte diese Anforderungen jedoch nicht erfüllen, da die finanziellen Mittel begrenzt sind, schreibt die «Zuger Zeitung».

Auch die Vereinsführung bestätigt gemäss «Zuger Zeitung», dass ein Ausbau des Kaders über die vorhandenen finanziellen Möglichkeiten hinaus nicht realisierbar sei. Zug 94 hält daher am Ziel des Ligaerhalts fest und verfolgt weiterhin eine vorsichtige, wirtschaftlich orientierte Strategie. Aufgrund dieser unterschiedlichen Ausrichtungen kam es schliesslich zur Trennung, wobei Oenen selbst die Entscheidung zum Abgang traf.

Im Umfeld des Vereins wird der Weggang mehrheitlich bedauert. Laut «Zuger Zeitung» würdigen sowohl Spieler als auch Fans die Arbeit des Trainers und heben insbesondere den vorzeitigen Ligaerhalt hervor. Trotz vereinzelter kritischer Stimmen gegenüber einzelnen Entscheidungen überwiegt die Anerkennung für seine geleistete Arbeit.

Punkteteilung zum Heimabschluss auf der Hertiallmend
Zum letzten Heimspiel der Saison trennten sich Zug 94 und Bassecourt in einer ansprechenden und ausgeglichenen Partie leistungsgerecht unentschieden. Rund 200 Zuschauende erlebten auf der Hertiallmend ein unterhaltsames Spiel mit Chancen auf beiden Seiten.

Die Gäste aus dem Jura, die noch einen Punkt für den definitiven Ligaerhalt benötigten, gingen nach gut zwanzig Minuten in Führung. Eine konsequent zu Ende gespielte Offensivaktion brachte Bassecourt das 0:1. Die Reaktion der Zuger liess jedoch nicht lange auf sich warten: Nur wenige Minuten später stellte Zug 94 den verdienten Ausgleich her und fand damit rasch zurück in die Partie.

In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams suchten den Weg nach vorne und kamen zu weiteren Möglichkeiten, ohne daraus jedoch Kapital schlagen zu können. Die Defensivreihen standen grösstenteils stabil, sodass keine der Mannschaften entscheidend nachlegen konnte.

So blieb es bis zum Schlusspfiff bei einem insgesamt gerechten Unentschieden, das dem Spielverlauf entsprach. Für Zug 94 steht zum Saisonabschluss am kommenden Samstag noch das Auswärtsspiel in Schötz auf dem Programm.

Telegramm Zug 94 – Bassecourt 1:1 (1:1)
Hertiallmend. – 200 Zuschauende. – SR Londino. – Tore: 22. Hushi 0:1. 26. Saponja 1:1. – Zug 94: Grob; Kastrati (58. Inderbitzin), Sulimani, Nitaj, Büeler; Limani (77. Njau), Nabarro (88. Sousa Miranda); Martin (69. Teichmann), Campello Pes, Trachsel; Saponja (77. Selishta). – Bassecourt: Joliat; Erard, Rondez, Moine, Hushi; Mikusu (75. Jashari), Axel Gester; Nushi (89. Wenger), Batgi, Joris Gester (64. Brêchet); Specker (89. Ren).