
Nach den Vorkommnissen beim Spiel der C-Junioren (REGIOfussball.ch berichtete) gegen den SC Kriens informiert der FC Schenkon in einer weiteren Stellungnahme über den aktuellen Stand der Aufarbeitung. Der Verein nennt dabei erstmals konkrete Sanktionen gegen Zuschauer, Elternteile und einen Spieler und kündigt zusätzliche Massnahmen an. Die Aufarbeitung sei damit jedoch noch nicht abgeschlossen.
Stellungnahme des FC Schenkon:
Mit dieser weiteren Stellungnahme informieren wir über den aktuellen Stand der Aufarbeitung und die konkreten Konsequenzen aus den Vorkommnissen beim Spiel unserer C Junioren gegen den SC Kriens. Die Gemeinde Schenkon hat mit ihrer Medienmitteilung vom 28.10.2026 eine klare Haltung gezeigt (REGIOfussball.ch berichtete). Wir teilen die Forderung nach einer sorgfältigen Aufarbeitung. Der Vorstand steht dazu im Austausch mit der Gemeinde und dem Innerschweizer Fussballverband.
Sorgfältige Aufarbeitung und persönliche Verantwortung
Wir arbeiten die Ereignisse chronologisch und anhand nachvollziehbarer Fakten auf. Einzelne Bilder und Videoausschnitte müssen im Zusammenhang mit dem gesamten Ablauf beurteilt werden. Unsere Massnahmen zeigen, dass wir nachgewiesenes Fehlverhalten einzelner Zuschauer konsequent ahnden, ausdrücklich im eigenen Umfeld. Unsere Mitglieder dürfen sich darauf verlassen, dass der Vorstand die Sache gewissenhaft führt, sachlich beurteilt und transparent über die wesentlichen Schritte informiert.
Konkrete Sanktionen und Massnahmen
Auf Grundlage des aktuellen Kenntnisstands werden folgende Sanktionen ausgesprochen:
- Externe Zuschauer: Gegen zwei identifizierte Zuschauer, die weder Vereinsmitglieder noch Eltern eines unserer Spieler sind, wird ein Stadionverbot bis zum Ende der Saison 2028/29 ausgesprochen.
- Elternteile und weitere Zuschauer: Ein identifizierter Elternteil erhält wegen mehrerer Verstösse gegen den geltenden Verhaltenskodex ein Stadionverbot für sämtliche Spiele des FC Schenkon bis zum Ende der Saison 2026/27. Ein identifizierter Elternteil sowie eine derzeit noch nicht identifizierte Person erhalten jeweils ein Stadionverbot für drei Spiele des FC Schenkon. Gegenüber der noch unbekannten Person erfolgt die Umsetzung nach ihrer Identifizierung. Drei Elternteile erhalten eine schriftliche Verwarnung wegen provozierender und unsportlicher Zurufe im Zusammenhang mit dem Spielgeschehen.
- Spieler und Mannschaft: Ein Spieler des FC Schenkon erhält eine vereinsinterne Spielsperre, weil er auf eine beleidigende Äusserung durch einen Spieler des SC Kriens mit einer Geste reagiert hat. Auch eine vorausgehende Provokation rechtfertigt dieses Verhalten nicht.
Die Teilnahme unserer C Junioren am IFV Hallenturnier erfolgt ohne begleitende Zuschauer aus unserem Vereinsumfeld. Die Sanktionen werden den betroffenen Personen schriftlich mitgeteilt. Der Vorstand gibt öffentlich keine Auskunft über deren Identität. Die Aufarbeitung ist damit noch nicht abgeschlossen. Sollten sich weitere gesicherte Erkenntnisse ergeben, können zusätzliche Sanktionen und Sperren folgen.
Auch schlichtendes Eingreifen braucht klare Grenzen
Zuschauer und Elternteile, die das Spielfeld nachweislich mit schlichtender Absicht betreten haben, werden ermahnt. Wir erkennen an, dass sie helfen und zur Beruhigung beitragen wollten. Dennoch hat das eigenmächtige Betreten dazu geführt, dass sich eine grössere Menschenmenge auf dem Spielfeld bildete. Dies erschwert die Übersicht und kann auf Aufnahmen einen Eindruck vermitteln, der ohne Kenntnis der einzelnen Handlungen unvollständig bleibt.
Spielaufnahmen für eine bessere Nachvollziehbarkeit
Der Vorstand hat entschieden, ein Kamerasystem für Spielaufnahmen zu beschaffen. Damit sollen unsere Spiele im Breitensport künftig vollständig aufgezeichnet werden. Vorgesehen ist auch, Spiele über die zugehörige Anwendung mitverfolgen zu können. Die aktuellen Ereignisse zeigen, wie schwierig die Beurteilung ist, wenn entscheidende Abläufe ausserhalb einzelner Aufnahmen liegen. Durchgehende Spielaufnahmen können helfen, Zusammenhänge besser nachzuvollziehen und strittige Darstellungen anhand zusätzlicher Aufnahmen zu überprüfen. Eine lückenlose Erfassung sämtlicher Vorgänge auf und neben dem Platz lässt sich damit allerdings nicht garantieren.
Wir bedauern die Vorkommnisse und die Belastung, die daraus für unsere Junioren, Familien und Gäste entstanden ist. Ebenso bedauern wir, dass die öffentliche und mediale Entwicklung den Ruf unseres Vereins und unserer Gemeinde beeinträchtigt. Eine faire Beurteilung muss persönliche Verantwortung von der täglichen Arbeit der gesamten Vereinsgemeinschaft unterscheiden. Der Vorstand wird die Ereignisse weiterhin entschlossen, sorgfältig und transparent aufarbeiten. Unser Handeln richtet sich am Wohl unserer Mitglieder und an einem sicheren, respektvollen Umfeld für Kinder und Jugendliche aus.


























